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Artikel vom 11.07.2017
Mördergeschichten an den Maaren

Mördergeschichten an den Maaren

Daun. Dietmar Bär kennt sich mit Nervenkitzel aus. Immer wieder taucht der Schauspieler sonntags in der ARD auf, zur Tatort-Zeit, Punkt 20.15 Uhr. Der 56-Jährige spielt in dem Kölner Ermittlerteam den Kommissar Freddy Schenk, der Mördern nachspürt und nach gelösten Fällen meistens an einer Currywurstbude am Rhein strandet. Dort gehöre der Krimi hin, genauso aber an die Spree. Und natürlich in die Eifel, sagt Bär. Denn dort steigt vom 15. bis 23. September wieder das bekannte Krimifestival. Der Tatort Eifel bietet von Daun bis Hillesheim Veranstaltungen für Besucher. Darunter sind Lesungen von bekannten Schauspielern wie Gudrun Landgrebe oder die Vorführung von Fritz Wepper, der einen Massenmörder spielt. Dazu gesellen sich Erinnerungen an den verstorbenen Götz George in seiner alten Tatort-Rolle als Horst Schimanski und ein Blick nach vorne mit der Premiere des Schwarzwald-Tatorts, der erstmals in der Vulkaneifel zu sehen ist. Bei der großen Festgala am 23. September gibt es außerdem Ehrungen ? wie für Matthias Brandt, den Sohn von Altkanzler Willy Brandt, der den Roland-Filmpreis für seine Rolle als Kommissar Hanns von Meufels im Münchener Polizeiruf 110 gewinnt, ebenso wie die Krimireihe ?Spuren des Bösen? mit Heino Ferch in der Hauptrolle. Und da das Festival auch Filmemacher und Drehbuchautoren anspricht, tummelt sich abends in der Vulkaneifel in Kneipen und Bars die Krimiszene, tauscht sich über neue Stoffe und die Branche aus. Schirmherrin und Ministerpräsidentin Malu Dreyer lobt die Kreativität der Vulkaneifel. Landrat Heinz-Peter Thiel blickt schon gespannt auf den September. ?Für unsere Region ist diese Veranstaltung ein Schatz.? 5500 Menschen besuchten das alle zwei Jahre stattfindende Festival 2015. In der Regel buchten Besucher Hotels bis hin nach Trier oder Koblenz, weil in der Eifel alles früh ausgebucht sei. Heinz-Peter Hoffmann, der das Festival 1999 mit Krimiautor Jacques Berndorf ins Leben rief, hebt hervor, was die Region auf die Beine stelle. Das Budget wirkt mit 300 000 Euro eher beschaulich, hat in der Vergangenheit aber auch bekannte Größen wie Senta Berger oder Jan-Josef Liefers nie davon abgehalten, der Eifel Hallo zu sagen. Und wer kommt diesmal? Eine Auswahl des Programms: Krimi-Revue mit Gudrun Landgrebe: Die Schauspielerin Gudrun Landgrebe eröffnet das Festival am 15. September, 20 Uhr, im Forum Daun mit der Krimi-Revue Arte Criminale. Dabei liest sie spannende Kurzkrimis vor, die in Klänge und Gefühle bekannter Krimisongs eingebunden sind. Mörderisches Trio: Eine Lesung mit musikalischer Begleitung bietet Ex-Drogenfahnder und Romanschreiber Jörg Schmitt-Kilian am 16. September (20 Uhr) im Hotel Augustiner Kloster in Hillesheim. Der Wein und das Böse: Ausgebrannt und auf der Suche nach Ruhe kommt der Sicherheitsexperte Georg Hellberger auf ein Weingut an der Mosel. Plötzlich gibt es Tote. Die Lesung mit Verkostung von Moselweinen ist am 16. September, 20 Uhr, im Dauner Weinladen. Von Gangstern und Nonnen: Die Musiktheater-AG des Dauner Geschwister-Scholl-Gymnasiums führt das Musical ?Manche mögen’s leis? auf. Termine: 17. September (17 Uhr) und 18. September (9.30 Uhr) im Forum Daun. Mörderische Schwestern: Spannende Geschichten mit regionalem Bezug bieten Manu Wirtz, Moni Reinsch und Regina Schleheck am 17. September, 19 Uhr, im Vulkanhotel Steffelberg in Steffeln ? kulinarisch begleitet von einem Drei-Gänge-Menü. Spannung in Senioren-WG: Einen Krimi aus der Senioren-WG stellt Schauspieler und Regisseur Dominique Horwitz vor, der am 17. September, 20 Uhr, im Kinopalast Vulkaneifel in Daun aus seinem ersten Roman ?Tod in Weimar? vorträgt. Gedanken an den Ruhrpott-Rambo: Horst Schimanski war der Tatort-Kommissar, der als Ruhrpott-Rambo bekannt war. Verkörpert hat ihn der verstorbene Schauspieler Götz George, der bei Tatort Eifel auch schon den Roland-Preis gewann. Einstige Produzenten und Schauspielkollegen erinnern sich am 18. September, 20 Uhr, im Kinopalast Vulkaneifel an die Arbeit mit George. Kabarett trifft Krimi: Die groteske Kriminalgeschichte ?Tod unter Gurken? mit Improvisation und Kabarett spielen Kai Magnus Sting, Henning Venske und Jochen Malmsheimer am 19. September, 20 Uhr, auf der Eifel-Film-Bühne in Hillesheim. Wepper als ?Bestie?: Schauspieler Fritz Wepper zeigt sich dagegen in der Vulkaneifel als ?Die Bestie?, ein Mann, der mehrere Menschen brutal ermordet hat. Im Anschluss an die Vorführung sprechen der Schauspieler und Autor Stephan Harbort über das Format, für das Harbort 50 deutsche Serienmörder interviewt hat. Die Veranstaltung ist am 19. September, 20 Uhr, im Kinopalast Vulkaneifel in Daun, Einlass ist ab 16 Jahren. Ein Tatort zum Fest: Ebenso steigt die Premiere für den neuen Schwarzwald-Tatort am 20. September, 20 Uhr, im Kinopalast Vulkaneifel. Mit dabei sind die Schauspieler Eva Löbau und Hans-Jochen Wagner. Krimidinner mit Kommissar: Die Schauspielerin Ina Rudolph liest bei einem Krimidinner im Café Maarblick in Schalkenmehren (20. September, 19.30 Uhr) aus den Werken mit dem bretonischen Kommissar Dupin vor. Auch Killer haben Karies: Ausgerechnet bei einem Rendezvous mit Hauptkommissar Zimmer fällt Dr. Leocardia Kardiff, Zahnärztin mit Angst vor Spritzen, ein Toter vor die Füße. Isabella Archan spickt ihre Mordstheaterlesung im Nostalgikum Uersfeld (20. September, 20 Uhr) mit Nervenkitzel und Humor. Alarm auf der Wache: Den Alltag auf deutschen Polizeiwachen will die Kriminalkomödie mit Hotte und Totte, alias Horst Freckmann und Thorsten Heim, darstellen. Die Veranstaltung ist am 21. September (20 Uhr) in der Heidsmühle Manderscheid und am 22. September (20 Uhr) im Krimihotel in Hillesheim. An der Mordseeküste: Nordlicht Sandra Lüpkes singt am 22. September (20 Uhr) in der Dauner Kaffeerösterei vom Tod der Pastorenkuh und erzählt, was ein untoter Kurt Cobain in einer friesischen Frühstückspension zu suchen hat. Jetzt kommen die Jungen: Der Siegerbeitrag aus dem Kurzkrimi-Jugendwettbewerb kommt am 23. September (15.30 Uhr) im Kinopalast Vulkaneifel auf die Leinwand. Die große Gala: Das Fest zum Tatort Eifel und die Verleihung des Roland-Filmpreises steigen am 23. September (20 Uhr) im Forum Daun. Im Anschluss an die Gala gibt’s eine Aftershow-Party. Wenn’s klingt und gruselt: Die Gustav-Peter-Wöhler-Band spielt zum Abschluss am 24. September, 20 Uhr, im Hotel Augustiner Kloster in Hillesheim Coverversionen von Rock-und-Pop-Klassikern. Schauspielerin Hannelore Hoger liest im Laufe des Abends eine mörderische Kurzgeschichte vor. Was fürs Fachpublikum: International gibt es einen enormen Serienboom. Wie reagieren Sender, Produzenten und Kreative in Deutschland darauf. Experten der Film- und Fernsehbranche gehen diesen Fragen vom 19. bis 23. September nach. In gemeinsamen Workshops mit dem ZDF und RTL sollen neue Ideen für die Serien ?Letzte Spur Berlin? und ?Alarm für Cobra 11? entstehen. Florian Schlecht Infos zum Programm und Preisen gibt es unter www.tatort-eifel.de. Karten: TV-Service-Center Trier, Tickethotline 0651/7199-996, ww.volksfreund.de/tickets Der Beitrag Mördergeschichten an den Maaren erschien zuerst auf Die Woch.

Eisenbahnromantik im ?Roten Brummer?

Eisenbahnromantik im ?Roten Brummer?

Gerolstein/Bitburg/Trier. So nostalgisch und romantisch ist ihr Anblick, der einen zurück versetzt in eine längst vergangene Zeit. Liebevoll ?knatterten? die ?Roten Brummer? ab den 1960er Jahren bis in die 1990er Jahre auf Nebenstrecken durch die Mittelgebirge, brachten Kinderaugen zum Strahlen und Eisenbahnfreunde zum Träumen. Auf umklappbaren Sitzen geht die Fahrt immer nur nach vorne. Und durch den offenen Führerstand lässt sich sogar ein Blick über die Schulter des Lokführers erhaschen. Die großen Panoramafenster bieten beste Aussichten auf die Landschaft und machen bereits die Anreise zum echten Erlebnis. Nur noch wenige fahrtüchtige Exemplare Heute gibt es nur noch wenige museale Exemplare, die noch gut erhalten und fahrtüchtig sind. Die Mitglieer des Vereins Eifelbahn haben die Schienenbusse im Lokschuppen Gerolstein aufbereitet. Und die sind nun bereit, Fahrt aufzunehmen zu den schönsten Reisezielen. Wer gerne noch mal oder erstmalig in den Genuss einer gemütlichen Schienenbusfahrt kommen möchte, der hat an den beiden Sonntagen 6. und 20. August die Möglichkeit dazu. Dann startet das nostalgische rote Gefährt ab Gerolstein über Bitburg und Trier zu seiner Reise in den funkelnden Hunsrück nach Idar-Oberstein oder in das Pfälzer Weinparadies Deidesheim. Der 6. August steht im Zeichen der wertvollen Steine. Auf dem 19. Edelsteinschleifer- und Goldschmiedemarkt in Idar-Oberstein präsentieren Schmuckdesigner, Diamant- und Edelsteinschleifer sowie Graveure ihr Können und fertigen vor den Augen der Besucher Glanzstücke der Edelsteinverarbeitung an. Abgerundet wird das Programm am verkaufsoffenen Sonntag durch akrobatische Auftritte beim Straßentheater-Festival, das den Stadtkern unterhalb der Felsenkirche in eine bunte Bühne verwandelt. Am 20. August geht die Reise zur traditionellen Weinkerwe in die Stadt der Genüsse, nach Deidesheim. An diesem Tag öffnen mehr als 60 Geschäfte, Ateliers, Weingüter und Restaurants ihre Türen. Und dabei dreht sich alles um Kunst, Kultur und Weingenüsse. Die Deidesheimer Weinkerwe setzt vor allem auf Qualität und wurde als ?Schönstes Weinfest der Pfalz? ausgezeichnet. Besonders attraktiv präsentiert sich der historische Marktplatz mit einem bunten Musikprogramm. Ein Tag für Kultur- und Genussliebhaber, bereits ab dem Einstieg in den historischen Schienenbus. alme   Extra  Reisepreis ab Gerolstein, Kyllburg oder Bitburg-Erdorf: 89 Euro, ab Kordel: 79 Euro, ab Trier Hbf: 69 Euro. Kleine Eisenbahnfreunde von fünf bis einschließlich 14 Jahren fahren für die Hälfte des Reisepreises. Kinder bis vier Jahre fahren kostenfrei ohne Sitzplatzanspruch.   Leistungen An- und Abreise im historischen Schienenbus, Sitzplatzreservierung, circa 5 Stunden Aufenthalt in Idar-Oberstein oder in Deidesheim, persönliche AKE-Reiseleitung.   Info und Buchung Telefon 0651/7199-584 (Montag bis Freitag 9 bis 17 Uhr) Internet: tvreisen.volksfreund.de E-Mail leserreisen@volksfreund.de   Der Beitrag Eisenbahnromantik im ?Roten Brummer? erschien zuerst auf Die Woch.
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