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Datum: 08. September 2006 | Mehr aus diesem Ressort: Kurz
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zur Mühlengasse

Norbert Faber, Leiter der Regionalstelle Gewerbeaufsicht bei der Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord, teilt das Ergebnis einer Lärmberechnung auf Basis einer Messung vor Ort mit. Demnach wird der Dezibel-Richtwert in der Mühlengasse eingehalten, wenn vor 6 Uhr nicht mehr als vier LKW ein- oder ausfahren. Tagsüber wird die zulässige Obergrenze bei Weitem nicht erreicht. "Das mag für die Anlieger nicht zufrieden stellend sein, aber wir können uns natürlich nicht über die Gesetze hinwegsetzen", sagt Faber.

Georg Zahnen, Prokurist der Werhahn Mühlen KG: "Ich war immer um ein gutes nachbarschaftliches Verhältnis in der Mühlengasse bemüht. So habe ich dem Hotel Müller umgehend kostenlos fünf Parkplätze auf meinem Grundstück zur Verfügung gestellt, als diese für dessen Betriebserlaubnis notwendig wurden. Es erscheint mir jedoch mittlerweile, dass es neben den vorgegebenen Gründen eine weitere Motivation für die massive Intervention von Rudolf Müller geben muss, die sich mir jedoch nicht erschließt oder offen genannt wird. Zuerst war es die Geschwindigkeit, dann der Lärm, dann der Straßenzustand. Was kommt als nächstes und was ist die eigentliche Motivation?"

Bürgermeister Bernd Spindler (SPD) sieht derzeit keinen Ausweg, der mit Verwaltungsmöglichkeiten umsetzbar wäre: "Mühle und Hotels genießen Bestandsschutz." Die Kosten für einen möglichen Ausbau, der aber das Problem der Engstelle nicht löse, würden zwischen Stadt (35 Prozent) und Anliegern (65 Prozent) geteilt. Als Basis dient die Gesamtsumme, die eine Erneuerung aller Straßen in der Stadt kosten würde. Daraus ergibt sich ein Durchschnittswert pro Quadratmeter beitragspflichtiger Grundstücksfläche.

Laut Kyllburgs Stadtbürgermeister Winfried Müller (parteilos) ist ein Ausbau in diesem Jahr schon allein aus finanziellen Grünen nicht möglich: "Wir werden uns für 2007 aber wieder mit dem Thema beschäftigen." (cus)



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