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KREISLIGA A : Heinsdorf gut, alles gut...

NEUMAGEN-DHRON. Die Kreisliga A hat ihren Meister, ihren Vizemeister, die beiden Absteiger und eine Menge offener Fragen. Sowohl die Aufstiegsfrage vom SV Niederkail als auch die Abstiegsfrage vom TuS Platten sind in den heißen Juniwochen noch zu beantworten.
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Erst am allerletzten Spieltag fielen die bereits Titel-sicheren Niederkailer noch vom Thron, während der scheinbare Zweite aus Neumagen sich Löcher in den Bauch freute. Als die Niederkailer in Morbach die Segel strichen, profitierte die Heinsdorf-Elf vom Ausrutscher des SVN und war in der Endabrechnung den Tick besser.

Doch die Irmisch-Truppe hat noch eine zweite Chance, wenn die Relegation zwischen dem Bezirksliga-Fünfzehnten sowie den beiden anderen Vizemeistern der A-Klassen ansteht. Voraussetzung ist jedoch der Aufstieg des SV Mehring in die Rheinlandliga.

Liga in zwei Lager geteilt

Sollte dieser Anlauf scheitern, muss, unterstützt durch die neue Spielgemeinschaft mit Binsfeld, ein neuer Anlauf her, um den Anspruch an Höherklassigkeit mit Leben zu erfüllen.

Das Spielniveau in der höchsten Spielklasse des Kreises Mosel ist zwar leicht angestiegen. Dennoch kommt man am Gesamturteil nicht vorbei, dass es für die Häfte der Liga um die Existenz geht, wo Willenskraft, Einsatz und Kampfkraft regiert.

In der Abschlusstabelle wird diese "Zweiklassengesellschaft" deutlich. Zur oberen Etage gehören neben Neumagen und Niederkail Lüxem als Dritter, die SG Bruch, der SV Blankenrath, die SG Reil und die Reserve der SG Laufeld, die allesamt positive Punkte-, sowie Torbilanzen aufweisen.

Der SV Lüxem war ausgeglichen gut besetzt und besaß gemeinsam mit den Reilern den sichersten Defensiv-Verbund. Doch die "Kleinen" vermiesten der Habscheid-Elf den ganz großen Wurf, zu viele Punkte wurden hier gelassen.

Die SG Bruch trudelte auf Rang vier ein. Die Achillesferse der Heckenländer war die Abwehr, als gewappnet für Höheres präsentierte sich nur die Offensive. Als großer Verlierer der Frühjahrsrunde entpuppte sich der SV Blankenrath, der lange an der Spitze stand, aber ab April zu viele Federn ließ und völlig einbrach.

Die Laufelder "Zweite" war lange Zeit die Überraschung. Zu Weihnachten noch auf Platz vier, nährte man noch Aufstiegshoffnungen. Doch Leistungsschwankungen und die fehlende Unterstützung der Rheinlandliga-Elf, verhinderten ein Durchstarten in die nächste Liga.

Die SG Reil präsentierte sich in dieser Saison als unbequemer Spielpartner. Die selbstbewusste und kampfstarke Truppe hatte mit dem Abstieg nie etwas zu tun. Auffällig die bärenstarke Abwehr, die lediglich 31 Treffer zuließ.

Alle Aufsteiger halten die Klasse

Als "launische Diva" erwies sich einmal mehr die SG Dhrontal/Haag, die ihren Anfangsschwung nicht mit in den Herbst nehmen konnte und das spielerische Potenzial nur selten abrief. Die beiden anderen Aufsteiger aus Sehlem und Morbach spielten oft am Limit und erhielten die Klasse einerseits mit einer starken Offensive (Morbachs 53 Tore) oder aber mit einer geordneten Defensivabteilung (Sehlem nur 43 Gegentore). Die SG Hundheim geriet ohne große Verstärkungen selten in Abstiegsgefahr und sicherte den Verbleib in der höchsten Kreisklasse. Für den TuS Platten wird das Nachsitzen um den Klassenerhalt zum unbestimmten Nachspiel.

Für den SV Binsfeld verhindert die neue Spielgemeinschaft mit dem SV Niederkail zwar einen Abstieg, doch glücklich ist man in dessen Lager nicht. Denn würde die SG irgendwann aufgelöst, begänne der SV Binsfeld in der B-Liga. Für den TuS Kröv brachte der Trainerwechsel mit der Installation von Peter Trampert zwar neuen Schwung, die Karre aus dem Dreck ziehen konnte er aber nicht. Sechs Pünktchen aus dem Frühjahr waren zu wenig, 23 geschossene Tore ebenso.

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