Trier: Hubschrauber-Suche ergebnislos - Weitere Zeugen melden sich
(sey/red) Die Suche nach der seit einer Woche vermissten Trierer Studentin Gräff ist auch in der Nacht zum Donnerstag ohne Ergebnis abgebrochen worden.
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Mit einem solchen mit modernster Technik und einer Wärmebildkamera ausgestatteten Hubschrauber vom Typ EC 135 hat die Polizei in der Nacht zum Donnerstag das Gebiet rund um die Fachhochschule Trier abgesucht. Archiv-Foto
Die nächtlichen Aufnahmen des Polizeihubschraubers hätten keine neuen Erkenntnisse gebracht, sagte Polizeisprecherin Monika Peters unserer Zeitung. Ab 22 Uhr war ein Polizeihubschrauber mit Wärmebildkamera im Einsatz. Die Hubschrauberbesatzung überflog großflächig das FH-Gelände - allerdings ohne Ergebnis. Der Einsatz war gegen 2.15 Uhr beendet.
Zuvor war bereits ein aufwendiger Polizeieinsatz im Trierer Stadtteil-Pallien ergebnislos verlaufen. Die Polizei hatte am Mittwochabend einen kompletten Straßenzug abgesperrt und zahlreiche Häuser und Wohnungen durchsucht. Auslöser waren Hilferufe einer Frau, die mehrere Anwohner gehört hatten. Woher die Hilferufe kamen, stehe immer noch nicht fest, sagte die Polizeisprecherin. Am Mittag durchsuchten Beamte ein Gelände im Gillenbachtal. Auch hier: Fehlanzeige.
Die Hilferufe, die Anwohner der Bonner Straße am gestrigen Nachmittag gehört hatten und die den Großeinsatz der Polizei auslösten, beschäftigten die Ermittler der Soko FH auch heute. Nachdem sich gestern zunächst drei Zeugen an die Polizei wandten, meldeten sich heute weitere Personen.
Eine Zeugin berichtete, dass sie am Nachmittag im Bereich der Aussichtsplattform oberhalb der so genannten Roten Felsen eine „junge“ weibliche Stimme gehört habe, die laut um Hilfe rief sowie sinngemäß „Lass mich in Ruhe, lass mich los!“. Dazwischen allerdings habe sie auch eine sehr viel leisere Frauenstimme vernommen, die auf die Hilferufende einsprach. In Reaktion darauf habe sie dann mitbekommen: „Nein, ich gehe nicht mit nach Hause.“
Diesem zum Teil lauten Wortwechsel, von dem sie annahm, dass es sich um ein Streitgespräch zwischen Mutter und Tochter handelte, maß sie zunächst keine Bedeutung bei, meldete dies nun nach dem abendlichen Polizeieinsatz der Soko FH.
Ein weiterer Zeuge berichtete übereinstimmend, lautes Rufen aus Richtung der Aussichtsplattform gehört zu haben. Gesehen wurde niemand. Die diesbezüglichen Ermittlungen dauern an. Die Personen, die sich am gestrigen Nachmittag dort aufgehalten haben, werden dringend gebeten, sich mit der Soko FH in Verbindung zu setzen, um den Sachverhalt abschließend zu klären.
Das Interesse in der Bevölkerung und die Bereitschaft, die Suche nach der vermissten Tanja Gräff zu unterstützen, ist nach wie vor groß. Bislang sind bei der Sonderkommission FH über 100 Hinweise eingegangen, denen die Polizei nachgehen wird. Ob sich eine „heiße Spur“ darunter befindet, ist noch unklar.
Auch die privaten Initiativen gehen weiter. Gegen 14 Uhr trafen sich im Moselstadion Schüler und Studenten, um gezielt in Stadtteilen Anwohner anzusprechen und weitere Plakate aufzuhängen. Wie der Sprecher der Initiative, Christian Jäger, ankündigte, werden auch französischsprachige Plakate und Flyer in Thionville und Metz sowie weiteren Gemeinden im Elsass und in Lothringen verteilt. Der TV-Zeitungszustelldienst verteilte 60000 Flyer in ganz Trier. Zudem gibt es wieder einen Infostand auf dem Hauptmarkt. Die Homepage der Initiative mit Infos, Fotos, Plakatvorlagen und Spendenmöglichkeit für den Druck von Plakaten und Infos ist zu erreichen unter http://www.suche-tanja.fh-trier.de
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