Es ist schon eine sportliche Herausforderung, die von der Katholischen Jugendgruppe Mandern gemeistert wurde: In nur 72 Stunden schafften die 45 jungen Leute zwischen zehn und 28 Jahren sieben Kilometer Bachreinigung an Winkelbach, Hinzerter Bach und Ruwer, die Bestimmung der Wasserqualität und eine Dokumentation auf zwei großen Schautafeln.
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Jenny Eisenring, Julia Eisenring und Patricia Winthang (von links) bei Wolfgang Anell im Labor der Kläranlage Mandern, wo die Wasserqualität von Winkelbach, Hinzerter Bach und Ruwer ermittelt wird. TV-Foto: Herbert Thormeyer
Mandern. (doth) Das Leben in Fließgewässern ist der Katholischen Jugendgruppe Mandern nichts Neues. Seit 1991 wird von ihr eine Bachpatenschaft für den Winkelbach und den Hinzerter Bach unterhalten. Doch mit der 72-Stunden-Aktion des Bundes Deutscher Katholischer Jugend (BDKJ) kam die Herausforderung: 45 Teilnehmer sollten sieben Kilometer Bachlauf säubern, die Wasserqualität bestimmen und das alles auf zwei großen Schautafeln fein säuberlich so aufbereiten, dass es für Wanderer logisch nachvollziehbar wird. Projekt-Koordinator Michael Kasel nahm Revierförster Hans Reinert und den Landschaftsarchitekten Martin Schorr mit ins Boot, um mit der Gruppe ein Ergebnis zu produzieren, das Umweltschutz mit Langzeitwirkung dokumentiert. Fotos und Texte auf zwei großen Schautafeln an der Mühlentalhütte und am Ruwer-Hochwald-Radweg bleiben der Nachwelt von dieser Aktion erhalten. Susanne Marx und Katharina Kirst organisierten die Bewerbung beim Bund Katholischer Deutscher Jugend (BKJ) und die Durchführung der Aktion in dieser Gruppe. Für Susanne Marx gilt eines: "Es ist der Reiz, etwas auf die Beine zu stellen, was nur die Gruppe schafft." Ihr ist besonders wichtig, mit der gesamten Gruppe Vorbild vor allem für die Kinder zu sein. Sie sollen weiter bei der Katholischen Jugend mitmachen und die Aktionen der Gruppe als etwas sehr Spannendes erleben.
So komplett auf den Überraschungseffekt wollte Projektleiter Michael Kasel nun doch nicht setzen: "Wir achten schon drauf, dass wir keine Aufgabe stellen, die den jungen Leuten überhaupt nicht liegt." Ziel in Mandern sei, das Bewusstsein für Natur zu wecken und zu zeigen, dass Jugend mehr kann als "nur saufen und vor dem Computer hocken".
Susanne Marx bestätigt: "Diese Arbeit hat unsere Gruppe mächtig zusammengeschweißt." Projektleiter Kasel ist stolz: "Mit den sieben Kilometern Bachreinigung waren die schon nach einem Tag fertig." Bei Wolfgang Anell im Manderner Klärwerk wurde im Labor ermittelt, wie gut das Wasser in Ruwer und den anderen Bächen wirklich ist. Nachzulesen ist das jetzt auf zwei großen Schautafeln mit Fotos und Texten. Die Aktion kam bei den jungen Leuten so gut an, dass sich beim Abschlussfest schon etwas Traurigkeit breit machte. "Warum ist das nicht jedes Jahr?", fragten schon die Jüngsten. Doch die Katholische Jugendgruppe Mandern macht weiter. In jedem Jahr wollen sie mit einer Bachreinigung Vorbild für alle sein, die es nicht lassen können, ihren Müll illegal zu entsorgen. Extra Weitere Gruppen der Region machten bei der 72- Stunden- Aktion mit: Der Jugendclub Reinsfeld errichtete eine Gedenktafel für die Indianer Nordamerikas. Die Jugendgruppe der Caritas Hermeskeil bereitete einen Bolivien-Aktionstag vor. Die KLJB Waldweiler präsentierte die Landwirtschaft von einst und heute und verglich sie mit der Situation in Bolivien. Die Messdiener der Pfarreigemeinschaft Greimerath-Zerf errichteten Kreuzwegstationen. Die "Teens" aus Schillingen sanierten die Brunnenanlage am Wanderweg Schillingen-Heddert und gestalteten das Umfeld.
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