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25.07.2014

Vorsicht, heiß – So grillen die Deutschen

Durchschnittlich 13 Mal grillt jeder Bundesbürger im Jahr. Das Geschäft mit dem Grillen boomt, auf 1,16 Milliarden Euro schätzen Experten des Kölner Instituts für Handelsforschung den Umsatz von Grillfleisch und Co. für 2014. Dabei ist Grillen schon längst keine reine Männerdomäne mehr – auch viele Frauen nehmen inzwischen das Grillbesteck in die Hand. Schwein, Rind oder Geflügel – was landet eigentlich am häufigsten auf dem Rost?

Gesundheitsbewusstsein bei deutschen Grillern

80 Prozent der Bundesbürger haben einen Grill zu Hause. Davon brutzeln 68 Prozent mit einem Holzkohlegrill und nur 19 Prozent mit einem Elektrogrill (der Rest nutzt Gas oder offenes Feuer). Doch ob Kohle- oder Elektrogrill: Welches Fleisch grillen wir besonders gern? In einer Online-Umfrage mit über 1.300 Teilnehmern hat „worlds of food“, der Zusammenschluss verschiedener Expertenseiten zum Thema Ernährung, Erstaunliches zutage gefördert – vorab sei jedoch gesagt, dass die Hauptleserschaft des Online-Magazins zu 68 Prozent weiblich ist, zu 41 Prozent Abitur hat und zu 67 Prozent zwischen 20 und 49 Jahren alt ist. Ob sich das nun auf die Umfragewerte ausgewirkt hat oder nicht – klar wurde vor allem eins: Der deutsche Griller mag es gesund. Nur 21 Prozent gaben an, dass der reine Genuss im Vordergrund steht – egal, wie sich dieser auf Figur und Gesundheit auswirkt.

Fleisch der absolute Favorit

Trotz steigenden Gesundheitsbewusstseins grillen die Deutschen aber nach wie vor am liebsten Fleisch. Die Nase vorn hat hier das Schwein mit 28 Prozent, gefolgt von Geflügel mit 22,5 Prozent und Rind mit 21 Prozent. Auch Bratwürstchen landen laut der Studie mit 12,5 Prozent noch immer gern auf dem Rost – die Deutschen mögen es also nicht nur gesund, sondern auch traditionell. Dass das aber nicht immer mit langweilig gleichgesetzt werden muss, zeigen die zahlreichen neuen Wurstsorten, die in den letzten Jahren den Markt schwemmen – zum Beispiel die Gyros-Rostbratwurst vom niedersächsischen Familienunternehmen Schwarz Cranz. Lammfleisch, Fisch und Gemüse fristen ihr Dasein abgeschlagen auf den hinteren Plätzen und bekommen nur sporadisch eine Hauptrolle auf dem Rost (siehe Wiesenhof-Umfrage unten). Je nach befragter Personengruppe mögen die Prozentzahlen leicht variieren, doch Würstchen und Fleisch stehen auch laut anderen Studien immer ganz weit vorn. Beim Kauf der Grillprodukte sind die Bundesbürger gern bequem – im Einkaufswagen landet laut der repräsentativen Umfrage von Geflügelhersteller Wiesenhof und Marktforschungsinstitut Forsa aus dem Jahr 2011 am liebsten fertig mariniertes Fleisch. Auch die passende Grillsauce kommt meist fertig gemixt aus der Glasflasche.

Deutschland einig Grillerland

Am häufigsten wird laut Wiesenhof übrigens wegen guten Wetters gegrillt – nämlich zu 89 Prozent. Sechs Prozent sehen aber auch Silvester als guten Grund zum Grillen – also insgesamt mehr Leute als diejenigen, die angeben, nie zu grillen (fünf Prozent). Und genau das zeigt es wieder: Deutschland ist ein Grillerland.

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