24 Schüler des Trierer Wirtschaftsgymnasiums haben eine eigene Magazinsendung unter dem Titel "Macht Sprache die Leute von heute?" für den OK54 produziert, die morgen um 19.15 Uhr ausgestrahlt wird.
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Trier. Eine waschechte Kamera in der Hand halten, Produzent und Regisseur sein, schneiden und moderieren, eine eigene Magazinsendung auf die Beine stellen: Für Journalisten ist das beruflicher Alltag, für viele andere hingegen bleibt es eine schwer durchschaubare Tätigkeit.
Bei uns kann man auf keinen Fall von beruflichem Alltag sprechen, doch wir bekamen die einmalige Gelegenheit, in einem sechswöchigen Schulprojekt diese Tätigkeit kennenzulernen, die scheinbar komplizierten Kniffe der Filmproduktion zu verstehen und sogar unser eigenes Können als Filmemacher unter Beweis zu stellen.
Erst mal Themen finden
Wenn von "Wir" die Rede ist, sind 24 Schüler der 13. Klasse des Wirtschaftsgymnasiums Trier gemeint, die von ihren Lehrerinnen Mareike Schumacher und Judith Freeman begleitet werden. Das Projekt findet im Rahmen unseres Deutsch-Leistungskurses statt und behandelt das Thema Sprache, das aufgrund des Lehrplans vorgegeben wurde. Ermöglicht wird unser filmisches Vorhaben jedoch erst dadurch, dass sich der Chef des OK54, Otto Scholer, bereiterklärt hat, uns zu unterstützen und uns persönlich in sein Berufsfeld einzuführen.
Schließlich sind wir reine Amateure auf diesem Gebiet, ohne ausgebildete Fachleute könnte es von daher gar nicht erst funktionieren. Doch bevor wir so richtig in unser Projekt einsteigen konnten, mussten wir uns zunächst mit etwas total Simplem auseinandersetzen: Wir mussten uns überlegen, aus welchen Beiträgen unsere Magazinsendung zusammengestellt sein soll. Das Thema Sprache umfasst schließlich einen riesigen Themenbereich: Dialekte, Akzente, Sprachstörungen, Jugendsprache, Hintergründe der persönlichen Sprachbildung und so weiter.
"Wir mussten die verschiedensten Themenbereiche der Sprache sammeln und zusammentragen und danach in einem Plenum entscheiden, auf welche Themen wir uns letztendlich konzentrieren werden", sagt Franziska Sauer von der Redaktionsgruppe - das Ergebnis: Jugendsprache, Dialekte und Migrationshintergründe. Nun ging es darum, diese Themen in der Magazinsendung umzusetzen.
Intensive Einführung
Hierfür waren drei verschiedene Beitragsgruppen zuständig, die sich jeweils auf einen Bereich konzentrierten. Zudem waren noch zwei weitere Gruppen für die Projektumsetzung von Bedeutung: eine Gruppe für die Moderation und Produktion sowie eine Gruppe für die redaktionelle Arbeit. Die Produktions- und Moderationsgruppe musste dafür sorgen, dass aus den verschiedenen Beiträgen eine zusammenhängende Magazinsendung mit Vorspann, Abspann und Zwischenmoderationen für den Zuschauer zustande kam. Aufgabe der Redaktionsgruppe hingegen war es, das Projekt durch Zeitung und Internet publik zu machen.
Doch wie ging das denn nun mit dem Filmen? Bis jetzt hatten wir immer noch keine Ahnung. Was wir brauchten, war also eine praktische Einführung in das Gebiet Film. Diese Einführung erhielten wir am 9. September in Form eines Projekttages beim OK54. Zunächst einmal wurden wir von Otto Scholer in die Theorie eingewiesen - danach erst ging es ans Praktische. Will heißen: detaillierte Erläuterung des Kameraaufbaus, erste Drehversuche und stundenlanges Schneiden des Filmmaterials.
"Nach sieben Stunden intensivem Arbeiten waren wir zwar fix und fertig, wurden dafür aber mit unserer ersten eigenen kleinen Magazinsendung belohnt", sagt Angelina Miller, Mitglied einer der drei Beitragsguppen. Endlich war es so weit: Die Produktion unserer Sendung konnte beginnen! Über Wochen hatten wir Konzepte entwickelt, Filmmaterial gedreht und geschnitten und viele Erfahrungen bezüglich Teamarbeit und Organisation gesammelt. Laura Geib, Svenja Rudolph, Julia Rommelfanger
Weitere Informationen finden Sie auch unter www.ok54.de.
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