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Blitzsauber durch die Umleitung

(Prüm) Beim Prümer Rosenmontagszug haben die Jecken Spaß, auch wenn es diesmal wegen der Baustelle nicht über den Hahnplatz geht.

28.02.2017
Fritz-Peter Linden
Prüm Was stört uns schon die Baustelle? Die Prümer haben ihren Rosenmontagszug trotz gesperrten Hahnplatzes zackig durch die geänderte Strecke und über die Bühne gebracht. Auch wenn die dieses Mal etwas kleiner geraten ist: Statt im Schatten der Basilika empfängt Gardist und Zugmoderator Norbert Baur die vielen Teilnehmer der rund 50 Gruppen eben heute auf dem Altenmarkt - der sei doch außerdem "schön kuschelig", findet Chrstine Kausen vom Gewerbeverein (sie meint den Platz, nicht den Gardisten).
Die Prümer haben doppelt Glück: Der Zugaufbau in der Tiergartenstraße funktioniert prima, und auch nach dem Start um 13.11 Uhr durch den Böllerschuss der Gardisten läuft alles rund und glatt - angeführt von der neu gegründeten Gruppe der Prümer "Hanswürste", die mit dem Besen vorneweg alles freikehren. Ein schönes Bild zum Auftakt, dem viele weitere folgen.
Jede Gruppe wird von Norbert Baur begrüßt, alle kriegen ein nettes Wort - und man kann es sogar fast immer verstehen, die Musik ist nämlich nicht ganz so brüllend laut wie in letzter Zeit immer wieder mal in den Eifeler Zügen.
Apropos Musik: Der Zug gefalle ihm richtig gut, sagt zwischendurch einer, der sich auskennen müsste: Frank Arimond - er ist aus Köln zu Besuch. Was er besonders unterstreicht: "Dass hier wieder mehr Karnevalsmusik läuft und nicht immer nur dieses Bumm-Bumm."
Aus vielen Orten sind sie gekommen - die Schneifel ist stark vertreten, aber auch der Islek, etwa mit einer schönen Gruppe aus Üttfeld und Umgebung. Ein großer Bienenschwarm summt aus Fleringen heran, mittendrin Patrick Bormann als Hummel, wie konnte das nur passieren? Oder die große Gruppe der Indianer vom "Stamm des schwarzen Manns", schön kostümiert und in gelungener Bemalung. Die Steffeler haben ein schickes, großes Schloss gebaut und auf einen Wagen verfrachtet. Und immer wieder natürlich die vielen Prümer Gruppen - Prinzengarde, Elferrat, die Ex-Prinzen und -Prinzessinnen, der Hoahnerclub, die Hofdamen; richtig viele sind es, alle präsentieren sich bestens.
So schnurrt es durch, unangenehme Pausen und Lücken zwischen den Gruppen entstehen keine, die Organisation bekommen die Abteistädter auch dieses Mal wieder sauber hin - das freut zwischendurch auch Berthold Thies, den Präsidenten der Karnevalsgesellschaft, der fröhlich die Daumen hochreckt.
Gegen 14.45 sind alle durch und machen sich auf zum Fort-Madison-Platz, wo im großen Zelt weitergefeiert wird. "Knackig in eineinhalb Stunden durch", sagt Norbert Baur zufrieden. Und der geänderte Verlauf, findet auch er, "hat der Stimmung keinen Abbruch getan".
"Prima", ruft ihm ein Zugbesucher zu - und auch Rüdiger Frisch findet, das sei "saugut gemacht gewesen". Der gebürtige Prümer lebt in Blieskastel. "Aber ich komm immer wieder her. Das ist jedesmal superschön hier."
Und trocken blieb es die ganze Zeit auch - mehr kann man nicht verlangen. Kurz darauf rollen schon die Kehrmaschinen.
Fotostrecken zu den Karnevalsumzügen der Region finden Sie unter:
www.fotos.volksfreund.de