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Bienen und Blüten

Um die Ohren der Dinosaurier summte und schwirrte es. Denn nicht nur Riesenechsen waren vor etwa 100 Millionen Jahren überall anzutreffen, sondern auch Insekten. Heute kennen Forscher mehr als 13 000 verschiedene Insektenarten aus der Dinozeit.
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Ihre Überreste findet man überall - besonders eindrucksvoll sind die Riesenameisen aus der Bergbaugrube Messel im Bundesland Hessen. Die Urzeit-Ameisen waren etwa so groß wie kleine Vögel - zum Beispiel Zaunkönige. Das Wort Insekt kommt übrigens aus dem Lateinischen.

Schon vor 400 Millionen Jahren entwickelten sich die ersten Kerbtiere - wie Insekten auf Deutsch auch heißen. Wann sie das Fliegen lernten, weiß man nicht genau.

Sicher ist, dass die Insekten zur Zeit der Dinosaurier einen Pakt schlossen, der sie zu den wahren Herrschern der Lüfte machte: Sie taten sich mit den Blütenpflanzen zusammen. Die Blütenpflanzen waren bisher auf den Wind angewiesen, um ihren Pollen zu verbreiten. Insekten konnten das deutlich besser. Darum produzierten die Blütenpflanzen Nektar, um die Insekten anzulocken und deren Naschlust zu stillen. Im Gegenzug nahmen die Insekten von jedem Blütenbesuch ein bisschen Pollen mit und verbreiteten ihn. Damit halfen sie den Pflanzen, sich fortzupflanzen und auszubreiten. Beide Gruppen profitierten von diesem Pakt - und konnten sich so besonders gut und zahlreich entwickeln. Ohne diesen urzeitlichen Pakt wären bunte Blumenwiesen heute eine Seltenheit.