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Warm - wie wärmten sich die Dinosaurier?

Keiner weiß, wie sich die Dinosaurier in kalten Nächten warm hielten. Heutige Reptilien sind «wechselwarm». Das bedeutet, dass die Körpertemperatur von der Außentemperatur abhängt - also steigt und fällt.
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Deshalb sonnen sich Eidechsen gerne auf Steinen und wärmen sich dabei auf. Ist es kühl, sind sie träge und langsam.

Säugetiere und Vögel andererseits sind «gleichwarm». Sie regeln ihr Körpertemperatur von innen und halten sie immer ungefähr gleich. Die Energie für diese Wärme stammt aus der Fettverbrennung im Körper.

Bei den Dinosauriern könnte die Körpergröße darüber entschieden haben, ob sie wechselwarm oder gleichwarm waren. Die Giganten unter den Dinos verloren alleine wegen ihrer Körpergröße sehr wenig Wärme. Das Blut kühlt am schnellsten an der Körperoberfläche ab, und bei so großen Tiere fließt das meiste Blut tief im Körperinneren. Sie könnten ohne großen Aufwand wechselwarm gewesen sein.

Kleine Raubsaurier dagegen konnten sich das vermutlich nicht leisten und waren gleichwarm. Denn einerseits floss bei ihnen vergleichsweise mehr Blut nahe an der Körperoberfläche. Andererseits mussten sie als schnelle Jäger stets bereit sein, loszusprinten um ein Beutetier zu erlegen.

Es gibt aber noch eine dritte Theorie: Nämlich dass die Saurier «träg-warm» waren - eine Art Mittelding zwischen wechselwarm und gleichwarm. Demnach konnten die Reptilien zwar nicht aktiv «heizen». Die größeren Vertreter besaßen jedoch aufgrund ihrer Masse eine hohe Körpertemperatur. Nach neuen Forschungen hatten kleine Saurier nur eine Körpertemperatur im ähnlichen Bereich wie ihre Umgebungstemperatur. Die Giganten unter den Sauriern allerdings, wie beispielsweise der Apatosaurus, brachten es sogar auf gut 40 Grad Celsius.