Das ist so ähnlich wie bei einem Kind, das in der Schule viel lernen muss. Pferde mit Abitur können dann fast alles: Ihre Fächer heißen Takt, Losgelassenheit, Anlehnung, Schwung, Geraderichtung und Versammlung.
Wenn ihr diese sechs Dinge aufzählen könnt, punktet ihr schon mal bei den Richtern. Noch besser ist es, wenn ihr die Wörter auch noch erklären könnt. Mit dem Takt fängt das Reitpferdeleben an. Es bedeutet, dass das Pferd gleichmäßig läuft. Wenn es sich dabei auch noch wohlfühlt, ist es losgelassen.
Hinzu kommt die Anlehnung, es geht also am Zügel. Dann wird es schon schwieriger: Die Pferde sollen nicht schlurfen, sondern sich schwungvoll bewegen. Und das auch noch gerade! Denn Pferde sind von Natur aus schief.
Mit geschicktem Reiten kriegt man die Geraderichtung eines Pferdes hin. Sie ist die Voraussetzung dafür, dass ein Pferd auch den letzten Punkt der Ausbildungsskala lernt: die Versammlung. Ein richtig versammeltes Pferd trägt sein eigenes und das Gewicht seines Reiters überwiegend mit seiner Hinterhand.
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