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Datum: 28. Oktober 2014 | Mehr aus diesem Ressort: Schule
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Bildungslotse

Wer morgens zur Schule geht, muss sich oft durch ein Kuddelmuddel im Verkehr kämpfen: Jede Menge Autos rasen vorbei, kein Zebrastreifen ist in Sicht. Da ist es gut, wenn Schülerlotsen helfen.

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Sie lotsen Schüler etwa über riskante Straßen, so dass sie sicher in der Schule landen.

Im Klassenzimmer könnten manche Schüler eigentlich auch einen Lotsen gebrauchen, dachten sich einige Fachleute. Denn sie fänden sich beim Lernen mindestens genauso schwer zurecht wie im Verkehrs- Chaos. So entstand die Idee zu sogenannten Bildungslotsen.

Bildungslotsen sollen Schülern helfen, für die das Lernen ­ also Bildung ­ ein riesiger Wirrwarr ist. Die von ihren Eltern nicht genug Hilfe bekommen. Und die jemanden brauchen, der sie ein wenig durch die Lernerei lotst.

Bildungslotsen unterstützen Schüler etwa bei Hausaufgaben. Sie lesen ihnen vor, damit sie fitter im Umgang mit der deutschen Sprache werden. Sie reden mit Eltern und zeigen ihnen, wie sie ihren Kindern helfen könnten. Oder sie sprechen mit Lehrern, wenn es Probleme gibt.

An einigen Schulen gibt es solche Bildungslotsen schon. Wenn es nach der deutschen Bildungsministerin geht, sollen es noch mehr werden. Die Ministerin heißt Annette Schavan. Sie kündigte jetzt an, dass sie rund 3200 Bildungslotsen in Deutschland einsetzen will. Die sollen sich vor allem um Schüler ab der 7. Klasse in Hauptschulen kümmern.

Es geht dabei auch um Schüler, die sich mit dem Lernen besonders schwertun, weil sie ausländische Wurzeln haben. Die Lotsen sollen ihnen helfen, ihren Abschluss zu schaffen und zum Beispiel eine Lehrstelle zu finden.