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aus unserem Archiv vom 08. Dezember 2012
Autor: Jörg PistoriusOrt: TrierDrucken  E-Mail

Kampfkunst und Kampfsport: Wir erklären es euch!

Karate, Aikido, Judo oder Taekwondo: Kampfsportarten sind beliebt. Die Schüler und Meister trainieren Fitness und Kampffähigkeiten ebenso wie Disziplin, Kontrolle und auch Höflichkeit und Respekt. Was sich hinter Karate oder Judo verbirgt, lest ihr hier. Und außerdem seht ihr in einem Video, wie im Aikido trainiert wird.

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Viele Kampfkünste haben einen festen Grundsatz: Sie dürfen niemals aggressiv und in böser Absicht angewandt werden. Aber was genau ist eine Kampfkunst eigentlich? Und funktioniert sie so, wie man es in vielen Filmen im Kino und im Fernsehen sieht? Die Antwort auf diese wichtige Frage lautet: nein. Was ihr im Fernsehen seht, haben die Darsteller vorher lange eingeübt. Das ist nur Show. Aber die Wirklichkeit ist viel spannender. Das gilt nicht nur für Karate, sondern auch für alle anderen Kampfkünste. Unser Lucky-Reporter stellt euch die bekanntesten vor:

KARATE ist ein System aus Schlag-, Block- und Tritttechniken. Der Schülern lernt, mit seinen Händen und Füßen effektiv zu kämpfen, Angriffe abzuwehren und erfolgreich zu kontern. Das Training vermittelt Fitness, Kondition, Gleichgewicht und Körperbeherrschung. Es vermittelt außerdem Werte wie Respekt und Kontrolle, Höflichkeit und Disziplin. Diese Grundsätze findet man in allen Kampfkünsten wieder, Schläger haben dort deshalb nichts verloren.

Karate ist auf der Insel Okinawa entstanden, die zwischen Japan und China liegt. Dort hatte König Sho Hashi im 15. Jahrhundert das Tragen von Waffen verboten. Bauern und Handwerker übten deshalb im Geheimen das Kämpfen mit bloßen Händen und Füßen. Erst im frühen 20. Jahrhundert machte der japanische Professor Gichin Funakoshi daraus den Kampfsport Karate, der daraufhin auch an Schulen und Universitäten unterrichtet wurde und der heute Anhänger auf der ganzen Welt hat.

KICKBOXEN ist viel jünger als Karate und hat viele seiner Elemente übernommen. Ein Kickboxer lernt nicht nur die Tritttechniken des Karate. Er lernt auch Boxen, Beinarbeit, Deckung, Taktik und immer wieder Kondition, Kondition, Kondition. Kickboxen entstand vor etwa 40 Jahren in den USA. Es gibt verschiedene Stile vom Leicht- bis zum Vollkontakt.

JUDO ist eine völlig andere Geschichte, hier geht es nicht um Schläge und Tritte. Wörtlich übersetzt bedeutet Judo „sanfter Weg“, ebenso wie Karate kommt es aus Japan. Der Judo-Schüler lernt Würfe, Hebel und den Bodenkampf. Er lernt dabei auch, richtig zu fallen: eine wichtige Fähigkeit, die viel Kontrolle und Körperbeherrschung erfordert.

TAEKWONDO kommt aus Korea und wird ähnlich wie das japanische Karate von Schlag- und Tritttechniken geprägt. Die Kicks im Taekwondo sind sehr schnell und explosiv. Taekwondo entwickelte sich in den 50er-Jahren und ist stark vom Karate beeinflusst.

AIKIDO bedeutet wörtlich „der „Weg der göttlichen Harmonie“. Aikido kommt ebenfalls aus Japan und ist kein Sport, sondern eine reine Kampfkunst. Es gibt nur das Training, aber keine Wettkämpfe, Ligen oder Meisterschaften. Im Aikido lernen die Schüler, einen Angriff mit Würfen und Haltetechniken abzuwehren, ohne den Gegner schwer zu verletzen. Es gibt im Aikido keine einzige Angriffstechnik, alles dreht sich nur um die Kunst der Verteidigung.

Wie ist es, Karate zu trainieren? Wie erforschen Sonden den Weltraum? Was erzählt ein Lego-Designer von seiner Arbeit? Das lest ihr im neuen Kindermagazin, das heute dem Trierischen Volksfreund beiliegt.




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