Max steht auf der Straße und isst Pommes mit Ketchup. Die hat er sich gerade am Stand gegenüber gekauft.
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Das Ketchup tropft ihm auf die Hose und hinterlässt dicke dunkle Flecken. "So was passiert, wenn man auf der Straße isst, typisch fastfood, sagt Mama ärgerlich. "Grauenhaft dieses neumodische Zeug", schaltet sich Opa ein. "Das kommt bestimmt aus Amerika". Da liegt er aber ganz falsch. "Fastfood" und Essen "to go" sind überhaupt nichts Neumodisches. Schon die alten Römer kannten solches Essen, das über die Straße verkauft wurde und das man mitnehmen konnte. In den Straßen der römischen Städte gab es damals sogenannte Garküchen. Sie hießen "Thermopolium" . Die Garküchen waren nach außen offene Stände mit einem kleinen Raum dahinter, in dem Essen zubereitet wurde. Zur Straße hatten sie eine Theke, in die Vertiefungen eingelassen waren Dort hinein wurden die Kessel mit dem Essen gestellt. Die Kunden konnten sich aus den angebotenen Speisen ihre Mahlzeit zusammenstellen und sie mitnehmen. Dass es solche Garküchen gab, war sehr wichtig, da gerade in Städten, wie zum Beispiel in Trier, die meisten Römer in ganz kleinen Wohnungen in Mietshäusern lebten, die keine Küche hatten und auch keine Feuerstelle, auf der man kochen konnte. Die Leute mussten ihr Essen deshalb in der Stadt einkaufen. Manche Garküchen hatten, so wie heutige Imbissstände, zusätzlich ein paar Tische und Stühle. Als Essen angeboten wurden Eintöpfe, Gemüse wie Kohl, aber auch Bohnen, Linsen und Erbsen. Außerdem gab es eine Art Pasta, einen Getreidebrei. Als Fleisch wurde Ziegen- und Schweinefleisch verkauft. Sehr gerne aßen die Römer aber auch das Fleisch von Haselmäusen. Neben den Speisen konnte man in den Garküchen auch Wein kaufen. Die Kunden der Garküchen waren meist ärmere Leute. Die reichen Römer wohnten in eigenen Häusern und hatten eigene Küchen und Köche.
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