Als Weinfreund kennen Sie das sicher auch. Im Urlaub probiert man gerne den in der Region oder dem Land angebauten Wein. Schmeckt er, nimmt man sich gerne ein paar Flaschen mit nach Hause, um das Urlaubsgefühl zu verlängern oder sich die schönen Tage ab und zu ins Gedächtnis zurückzurufen. Mit anderen Spezialitäten, zum Beispiel Käse, Öl, Bier oder Gebäck, läuft das ähnlich.
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Sie kennen aber auch die Aussage, dass diese Produkte in den heimischen vier Wänden längst nicht so gut schmecken wie in der Nähe ihres Ursprungsortes. Selbst mit Musikträgern soll es so sein, habe ich in einer Radiosendung gehört.
Von meinem letzten Urlaub in der Nähe des Bodensees habe ich mir ein paar Flaschen trockenen Spätburgunder von einem Weingut in Meersburg mitgebracht. Dieser Wein steht auf der Karte des sehr empfehlenswerten Hotels, in dem ich ein paar Tage verbrachte.
Der Rotwein passte zum sehr geschmackvollen Essen ganz hervorragend, ist aber auch solo ein ganz guter Begleiter. „Ein angenehm schlanker, fruchtiger Rotwein mit einem Duft von roten und schwarzen Früchten. Ein wunderbarer Essensbegleiter, der sich bei Tisch nicht zu vorlaut gebärdet.“ So steht es in der Beschreibung des Produzenten. Eine vor Ort zutreffende Charakterisierung. Ein sehr weicher Gutswein (ohne Lagenbezeichnung) zum angenehmen Preis von 7,40 Euro.
Und wie schmeckt er an der Mosel. Ich habe ihm einige Tage lang Zeit gelassen, sich an die neue Umgebung zu gewöhnen. Doch dann musste er dran glauben. Und siehe da: Er schmeckt auch hier. Wahrscheinlich muss auch nur ganz nüchtern an eine solche Verkostung herangehen. Ansonsten müsste man sich ja Sorgen machen, dass der von der Mosel exportierte Wein andernorts nicht schmeckt.
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