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Eine etwas zu große Herausforderung

Selbst die Gemeinden, die nicht den Kopf in den Sand stecken, und immerhin an einer Fusion arbeiten, wie Thalfang, Morbach, Obere Kyll, Hillesheim, Kyllburg und Bitburg-Land tun sich schwer: Drei Jahre nachdem das Land klar machte, wer fusionieren muss, plagen sie sich jetzt – drei Monate vor Ablauf der Freiwilligkeitsphase – damit herum, die Grundlagen für Verhandlungen zu klären.
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Drei Dinge werden daran sichtbar: Erstens wurde in den Kommunen, die auf der Fusionsliste stehen, zu spät damit begonnen, an der Gestaltung des Unausweichlichen zu arbeiten.

Zweitens hätte das Land den nicht als Anreiz wirkenden Hochzeitsprämien, durch Vorgaben, beispielsweise einer Verdeutlichung dessen, wer nach der Freiwilligkeit mit wem zusammengeworfen wird, mehr Druck machen müssen und in den „Wir-machen-gar-nichts-Kommunen“ die Hoffnung zerstreuen, dass sie doch überleben können.

Drittens sollten alle daraus lernen und bei der bereits angekündigten Reform der Kreise deutlich zielgerichteter vorgehen: Das Land muss vorab einen Rahmen stecken und sagen, wer mit wem zusammengehen muss. Wie das genau ausgestaltet wird, können die Kreise dann selbst verhandeln.

Das gibt zwar mehr Streit am Anfang. Den wird es bei der erfolglosen Freiwiligkeitsstrategie aber auch geben, nur eben am Schluss. Klar ist, dass die Aufgabe sich freiwillig selbst abzuschaffen, für die meisten Gemeinden und Kreise einfach eine etwas zu große Herausforderung ist und sein wird.

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