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Viele Formate, nur wenige Programme

Der Umgang mit Video-Dateien zählt für Film- und PC-Amateure zu den anspruchsvolleren Dingen, mit denen man sich an einem Computer beschäftigen kann. Das liegt an verschiedenen Gründen, die dem Nutzer das Leben unnötig schwermachen.
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Das fängt schon an bei einer Unzahl exotischer Dateiformate und einem bislang fehlenden einheitlichen Standard. Praktisch jeder Kamera-Hersteller kocht sein eigenes Süppchen, liefert auch seine eigene Software mit aus, erschwert damit aber dem Nutzer das Arbeiten.

Apropos Arbeiten: Geeignete Programme, um Videos zu bearbeiten, werden zumindest unter Windows standardmäßig nicht mit ausgeliefert. Glücklich kann sich schätzen, wer ein Smart-phone oder einen Tablet-PC sein Eigen nennt. Dort können Videos oft zumindest grob bearbeitet werden. Außerdem scheinen sich wenigstens die Smartphone-Hersteller so langsam einig zu werden darüber, dass ein einheitlicher Standard für Videos nicht schlecht wäre. Ohnehin werden nicht nur immer mehr Fotos mit den Mobiltelefonen geschossen, immer öfter dienen sie auch als Filmkamera.

Ansonsten muss sich der ambitionierte Hobbyfilmer geeignete Programme erst kaufen, soll der Film von der Familienfeier eine halbwegs gute Qualität haben. Allerdings gibt es recht gute Programme für Amateure schon für weniger als 100 Euro.

Abhilfe gibt es übrigens für den Dateiformat-Salat: Das Programm „Format Factory“ konvertiert Videodateien verschiedenster Formate in eine Vielzahl anderer möglicher Formate. Das Programm kann kostenlos auf bekannten Downloadseiten im Internet heruntergeladen werden.

Roland Grün ist Redakteur beim Onlineangebot volksfreund.de. In unserer Kolumne „Mein Computer“ gibt er Tipps zum Umgang mit digitalen Medien. Haben Sie Fragen zu Internet und Computer? Schreiben Sie an: computer@volksfreund.de

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