Ich tue das täglich, indem ich die aufgebrühten Kaffeefilter über den Kompost laufen lasse. Anders als bei Zigaretten, die ja bekanntlich nicht dort landen sollen, droht vom Koffein keine Gefahr. Im Gegenteil: Kompostwürmer lieben die Melange aus Kaffeesatz und Küchenabfällen.
Zu denen gehören alle rohen Gemüse- und Obstabfälle, außer Schalen gespritzter Südfrüchte. Die würden dem Grundsatz vom biologisch erzeugten Gemüse Marke Eigenanbau zuwiderlaufen. Nichts auf dem Kompost zu suchen, haben gekochte Essensreste, Staubsaugerbeutel oder Katzenstreu. Erwünscht sind dagegen Teebeutel und Eierschalen, am besten zerkleinert.
An Gartenabfällen für den Kompost fallen derzeit reichlich Staudenstängel an. Sie haben meinen architektonischen Ansatz, über Winter so viele Samenstände wie möglich stehen zu lassen, in Schutt und Asche gelegt. Ohne Eiskristalle von Frost und Raureif sehen sie einfach nur abgeknickt und trist aus. Also, weg damit. In praktischen Thermokompostern werden sie besonders schnell zersetzt. Solche geruchsneutralen Schnellkomposter bieten sich auch für Stadtgärtner an.
Sollte die Hässlichkeit eines Kunststoffbehälters die Befürworter der Kreislaufwirtschaft bisher vom eigenen Kompost abgehalten haben, sei gesagt: Mittlerweile gibt es äußerst dekorative Türme und Kisten aus Lärchenholz. Die gehen fast schon als Möbelstück auf Balkon und Terrasse durch. Ja, man könnte direkt ein Tässchen Kaffee darauf servieren.
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