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Kabellose Fallstricke

Früher brauchte man für alles, was mit Computern zu tun hatte, ein Kabel. Um einen Rechner mit Strom zu versorgen oder den Bildschirm anzuschließen, kann man darauf auch heute noch nicht verzichten. Für andere Dinge hingegen ist die kabel- oder drahtlose Übertragung inzwischen Standard geworden.
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Für Tastaturen und Mäuse zum Beispiel. Das Synonym für "kabellos" schlechthin ist jedoch die Übertragung von Daten. Anstatt meterlange Strippen zu verlegen, surft und lädt der Homo technicus über Wlan. Diese Abkürzung steht für "Wireless Local Area Network" - kabelloses örtliches Netzwerk. Der Grund für die enorme Beliebtheit dieser strippenlosen Übertragung liegt nicht nur in den Endgeräten, die vielfach gar keinen Platz mehr für den sperrigen Netzanschluss haben; es ist vor allem die große Bequemlichkeit, die die Nutzung von Wlan so populär macht: Ob am Küchentisch, auf der Couch oder im Bett - Wlan erfüllt auch in den eigenen vier Wänden den Wunsch vom Überall-Internet.

Dabei gibt es auch ohne Kabelsalat Fallstricke zu beachten. Meist sind diese rechtlicher Natur. Es droht die Gefahr, dass der Betreiber eines Heimnetzwerkes mit zur Verantwortung gezogen wird, wenn Bösewichte den digitalen Privatweg unbemerkt mitbenutzen. So könnten über ein ungesichertes Drahtlos-Netz beispielsweise illegale Dateien wie urheberrechtlich geschützte Filme oder Musik heruntergeladen werden. Zurückfallen würde dies zunächst auf den Inhaber des dafür benutzten Internet-Anschlusses.

Die Rechtsprechung ist in diesem Punkt derzeit noch unsicheres Terrain. Auf jeden Fall müsste der Anschlussinhaber zunächst einmal beweisen, dass er die illegalen Daten nicht selbst heruntergeladen hat. Deshalb gilt es, das Kabellos-Netzwerk mit einer virtuellen Schranke abzusichern. Wie Sie dies am besten bewerkstelligen, dazu mehr in der nächsten Computer-Kolumne.

Roland Grün ist Redakteur beim Onlineangebot volksfreund.de. In unserer Kolumne "Mein Computer" gibt er Tipps zum Umgang mit digitalen Medien. Haben Sie Fragen zu den Themen Internet und Computer? Schreiben Sie an computer@volksfreund.de

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