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E-Mails lokal oder online verwalten

Es ist eines der Themen, die derzeit die Welt von Computer und Internet bestimmen: Cloud-Computing, also das Ablegen von Informationen in der Datenwolke. Dabei werden die Dateien nicht auf dem heimischen Rechner gespeichert, sondern bei einem Fremdanbieter im Internet.
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Das Thema ist gar nicht so neu, denn im Bezug auf E-Mails lagern viele Menschen schon seit langer Zeit ihre Informationen in der Datenwolke. Inzwischen stellen die Anbieter fast alle genug Speicherplatz zur Verfügung, um die Korrespondenz von Jahren aufzunehmen.

Das hat den Vorteil, dass die Mails von jedem internetfähigen Gerät abgerufen werden können. Auch sind die Mails dort normalerweise so gesichert, dass nichts verloren geht – im Gegensatz zu Ihrer Festplatte, die kaputt gehen kann. Nachteil: Sie sind nicht der Einzige, der potenziell Zugriff auf Ihre (privaten) Mails hat. Und sollte Ihnen der Zugriff einmal von Ihrem Anbieter verwehrt werden, können Sie auf Anhieb kaum etwas ausrichten. Dies gilt auch für alles andere, was Sie in der Datenwolke lagern – seien es Dokumente oder Fotos.

Wenn Ihnen das zu heikel ist, können Sie Ihre E-Mails aber auch auf dem Rechner verwalten. Diese Möglichkeit ist bei fast allen Anbietern von E-Mail-Adressen möglich. Dazu muss ein spezielles Programm, ein sogenannter E-Mail-Client (wie Outlook von Microsoft oder Thunderbird von Mozilla) installiert werden. Der holt die Mails aus der Datenwolke ab und lädt sie auf den Rechner herunter. Aber auch diese Methode hat Nachteile: Schwierig wird es beispielsweise, wenn Sie einmal von einem anderen Ort auf Ihre E-Mails zugreifen möchten, denn die befinden sich ja nur auf ihrem Rechner – und der steht im Zweifelsfall zu Hause.

Und wenn Sie Ihren Rechner einmal ausmustern, ist ein Umzug der gesammelten E-Mails zwar möglich, aber je nach verwendetem Programm auch aufwendig.

Der Kompromiss: Cloud und zu Hause, denn doppelt hält besser.
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Roland Grün ist Redakteur beim Onlineangebot volksfreund de. Haben Sie Fragen zu den Themen Internet und Computer? Schreiben Sie an: computer@volksfreund.de

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