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Neuinstallieren – hat das Sinn?

Windows-Nutzer kennen seit Jahren ein Allheilmittel, wenn der Rechner immer langsamer wird, bestimmte Dinge irgendwann nicht mehr funktionieren - oder einfach, weil es ab und an ohnehin an der Zeit ist, aufzuräumen: einfach mal das System neu installieren.
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Ein Bekannter erzählte mir kürzlich, sein Vater installiere Windows jede Woche neu. So ist sein System immer frisch, alles läuft prima.

Aber hat das auch Sinn? Es gab Windows-Versionen, wo diese Brachialmethode durchaus Sinn machte. Die neuesten Windows-Versionen jedoch sind so ausgereift, dass sie viele Wartungsfunktionen schon selbst übernehmen und man eine Neuinstallation als allerletztes Mittel betrachten sollte.

Für viele Computerprobleme gibt es bessere Möglichkeiten. Ein Beispiel: Sie bauen eine neue Soundkarte in Ihren Rechner ein. Die versagt prompt ihren Dienst, will partout keinen Mucks von sich geben. Schauen Sie erst einmal auf der beigelegten CD, ob es dort eine Treiber-Software speziell für diese Soundkarte gibt. Oder laden Sie sich die Treiber-Software von der Internet-Seite des Herstellers. Windows greift nämlich standardmäßig auf eigene Treiber zurück. Das ist für den Nutzer praktisch und geht in vielen Fällen gut. In manchen aber auch nicht. Aufwand für die Installation der Original-Treiber: etwa zehn Minuten.

Dagegen dauert die Neuinstallation des Betriebssystems im besten Fall Stunden, die Inbetriebnahme externer Geräte mitgerechnet.
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Roland Grün ist Redakteur beim Onlineangebot volksfreund. de. In unserer Kolumne „Mein Computer“ gibt er Tipps zum Umgang mit digitalen Medien. Haben Sie Fragen zu den Themen Internet und Computer? Schreiben Sie an:

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