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Mein Computer: Der ist doch noch wie neu

(Trier) Das Computer-Geschäft ist schnelllebig. Und das nicht nur, weil die Hersteller oftmals im Halbjahrestakt neue Modelle auf den Markt werfen. Da können Menschen, die sich noch an die Wertarbeit erinnern, nur noch mit dem Kopf schütteln. Früher hielt alles ewig. Der Fernseher brachte es auf mindestens stolze 15 Jahre, das Auto sogar oft auf 20.
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Heute scheint eben doch so vieles aus Pappe gebaut. Schon nach wenigen Jahren im Eimer. Dabei ist es beim Computer nicht ganz so. Die Geräte sind schon robust. Zwar gibt es auch im PC Verschleißteile, die schneller kaputtgehen. Rein theoretisch wäre es möglich, sie einfach zu ersetzen. Viel billiger jedoch ist es meist, gleich einen neuen Rechner zu kaufen. Es gibt aber noch einen anderen Grund, warum ein Rechner nach vier, fünf Jahren spätestens ausgedient hat: die Software. Sie verlangt nach modernsten Rechnern, ansonsten versagt sie ihren Dienst oder nimmt ihn erst gar nicht auf. PC-Spieler kennen das: Um das aktuellste Spiel nutzen zu können, muss der Rechenknecht auf dem neuesten Stand sein. Das heißt meistens: aufrüsten im Halbjahrestakt.

Hinsichtlich einfacher Büro-Arbeiten und der Nutzung als Internet-Surfmaschine sind die Zeiträume etwas größer, aber nach einigen Jahren ist auch hier Schluss – wenigstens, wenn der Nutzer aktuelle Software verwenden möchte. Und das ist zu empfehlen. Denn rasch werden veraltete Programme zum Einfallstor für Computerviren. Immerhin: Alte PC-Hardware wird man oftmals noch bei Bastlern los, die vor allem auf der Suche nach Komponenten sind, die nicht mehr hergestellt werden.

Roland Grün ist Redakteur beim Onlineangebot volksfreund. de. In unserer Kolumne „Mein Computer“ gibt er Tipps zum Umgang mit digitalen Medien. Haben Sie Fragen zu den Themen Internet und Computer? Schreiben Sie an: computer@volksfreund.de

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