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Yuan statt Dollar?

Eurokrise, die hohen Staatsschulden in Europa und den USA – all dies hat die Weltwirtschaft erschüttert. Um die Märkte zu beruhigen, haben die Zentralbanken die Geldpressen angeworfen.
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Vor allem die Politik der amerikanischen Notenbank Fed wird weltweit mit Argwohn beobachtet, werden doch rund 60 Prozent der Weltwährungsreserven in Dollar gehalten. Wie sehr dabei die Gelddruckmaschine Fed den Dollar schwächt, zeigt ein Blick auf die vergangenen Jahre.

Gegenüber dem Euro hat der Dollar innerhalb von zehn Jahren 33 Prozent an Wert verloren. Gut für die USA, schlecht vor allem für die aufstrebenden Schwellenländer. Mit 1,2 Billionen Dollar US-Anleihen ist China der größte Gläubiger der USA, die insgesamt Verbindlichkeiten von über 15 Billionen Dollar angehäuft haben. Dass China nun Allianzen sucht, um aus der allzu großen Dollar-Bindung herauszukommen, ist nachzuvollziehen.

Mit Japan gibt es bereits ein Abkommen, dass Geschäfte über die eigenen Landeswährungen abgewickelt werden. Ende März will Peking in Neu-Delhi eine entsprechende Absichtserklärung mit Brasilien, Russland, Indien und Südafrika unterzeichnen. Ein erster Schritt um den Renminbi (=Volksgeld/Yuan ist die Zähleinheit und sprachlich mit dem japanischen Yen verwandt) weiter zu emanzipieren.

Um den Dollar aber noch mehr zurückzudrängen, müsste der Renminbi auf den Finanzmärkten frei handelbar (konvertierbar) sein. Peking muss deshalb bei seiner Finanzpolitik stärker die Balance suchen, zwischen einem größeren geldpolitischem Einfluss und wirtschaftlichen Wettbewerbsvorteilen – ganz so wie die USA und die Eurozone.

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