In der Informations- und Kommunikationstechnik ist der Fortschritt zum Sprinter geworden. Er sichert die Zukunft ganzer Industrien. Die Innovationsrate liegt bei 26 Prozent. So hoch ist der Umsatzanteil, der mit Produkten erzielt wird, die in den letzten drei Jahren neu auf den Markt kamen. Und die Innovationszyklen werden immer kürzer, die Vernetzung nimmt zu.
Das selbst einparkende Auto ist so selbstverständlich geworden wie Navigationssysteme und radargesteuerte Sicherheitssysteme. Das selbst fahrende Auto rollt schon als Prototyp über die Straßen Kaliforniens. Schneller als das Projekt google-Car dürfte google-glass, die internetfähige Datenbrille mit erweiterter Wahrnehmung auf den Markt kommen. Dann könnten auch Smartphones zur Technik von gestern werden.
Wohin mit all dem Hightech-Schrott? Wer Glück hat, findet bei Ebay einen Liebhaber. Sonst bleiben nur der Elektroschrott, die Recyclinghöfe oder Annahmestellen für Altgeräte und ab 2015 hoffentlich eine bundesweit einheitliche Wertstofftonne.
Das rohstoffarme Deutschland hat das „urban mining“, den Bergbau im Wertstoffabfall der Städte entdeckt. Allein die Zahl der in Schubladen liegenden ausrangierten Handys wird auf 85 Millionen geschätzt. Für die Recycler sind sie und anderer Hightech-Schrott Gold wert. 50.000 alte Handys ergeben ein Kilogramm Gold, mehr als manche Goldgräber in ihren Minen gefunden haben...
Der Autor ist ehemaliger Chefredakteur des Handelsblatts.
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