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Datum: 28. Dezember 2012 | Mehr aus diesem Ressort: Meinung
Autor: Fritz-Peter Linden Kommentare: Kommentare zeigen Drucken

Zum Greueln schön

Sie kennen das: Während ein Jahr früher mal zwölf Monate dauerte, scheint es sich heutzutage irgendwie in sechs Wochen zu erledigen – schon ist Weihnachten durch, dann steht der Jahresrückblick in der Zeitung, dann kommen Silvesterquatsch, Neujahrsspringen, Karneval, humbatäterää.
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Uff! Dabei wünsche ich mir immer, die Tage zwischen den Jahren könnte man endlos ausdehnen, sich bequem in eine Ecke zurückziehen und in Ruhe noch mal zurückschauen, bevor das Gedön’ und Getön’ wieder losgehen.
Mit dem extrem verengten und wie immer gehetzten Blick aus unserer kleinen Samstagsecke kann ich aber trotzdem sagen: Es war ... Moment, das lasse ich gleich Norbert Schmitz aus Herforst erklären. Vorher meldet sich aus Neuerburg noch Willi Hermes und schiebt eine prima Geschichte zu den Hosenträgern, den Galijen oder Hellepen also, hinterher.

Willi Hermes war – die Neuerburger wissen’s – unter anderem Schul- und Bürgermeister und noch so einiges mehr. Einer seiner früheren Schüler, so schreibt er, sei in Neuerburg einmal zu spät zum Unterricht erschienen – erst eine halbe Stunde nach dem Klingeln habe Helmut an die Klassentür geklopft und sei verschüchtert eingetreten. Was ihn denn aufgehalten habe, wollte die Lehrerin wissen. Die gestammelte Antwort: „Ja, ich ... als ich zu Hause aus der Tür rausgehen wollte, ist mir der Galgen gefreckt.“ Schön, wa? Wieder ein Beispiel für die weiterhin so erfreulich zugewandte Leserschaft, die unsere Kolumnenarbeit übers Jahr heilsam unterstützt hat. UndDeshalb hat eben auch Norbert Schmitz hier das Schlusswort – mit seiner Herforster Steigerung des Begriffs „schön“: 1. (Grundform, Fachbegriff: Positiv) Et woar sching. 2. (Komparativ) Et hätt net schinger seen kinnen. 3. (Superlativ) Et woar – greilich sching!
Greilich schingen Dank! Und Feierabend, bevor mir Willi Hermes und die Neuerburger noch nachrufen: „Hen hot en Schlaach mat da Wichsbiescht kriescht.

Et jit net jerannt.


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Sie kennen das: Während ein Jahr früher mal zwölf Monate dauerte, scheint es sich heutzutage irgendwie in sechs Wochen zu erledigen – schon ist Weihnachten durch, dann steht der Jahresrückblick in der Zeitung, dann kommen Silvesterquatsch, Neujahrsspringen, Karneval, humbatäterää.
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