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Datum: 21. Februar 2012 | Mehr aus diesem Ressort: Meinung
Autor: Nora John Kommentare: Kommentare zeigen Drucken  E-Mail

Mensch ... Daniela Schadt

So schnell kann das gehen. Da denkt man an nichts Böses, und schwupps ist der Mann, den man liebt, plötzlich deutscher Bundespräsident.
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Und Sie deshalb First Lady. Ich weiß jetzt nicht, ob ich Sie beglückwünschen oder lieber bedauern soll. Ehrlich gesagt ist mir eher nach Bedauern zumute. o.k., es gibt Frauen, die finden diesen Job richtig klasse. Bei Ihrer Vorgängerin Bettina Wulff hatte ich immer das Gefühl, dass ihr Mann nur deshalb Bundespräsident war, weil seine Gattin das First-Lady-Sein so mochte. Nach allem, was ich bisher über Sie gelesen habe, sind Sie anders gestrickt und gar nicht so sehr darauf aus, im Mittelpunkt zu stehen. Das wird nicht einfach für Sie. Immerhin haben Sie bisher ihr Leben ganz gut hinbekommen ohne männliche Hilfe. Und jetzt soll plötzlich alles anders werden. Statt selbst Artikel über die Politik zu schreiben, wird künftig mehr über Sie geschrieben werden. Und dabei geht es vermutlich weniger um die Geschicke des Landes, sondern eher um Ihre Frisur und Ihre Kleidung. Das Fahrrad, mit dem Sie bisher zur Arbeit gefahren sind, muss einer gepanzerten Limousine weichen. Statt im hektischen Redaktionsalltag geschliffene Artikel zu verfassen, werden Sie mit der Queen an der Teetasse nippen und höflich parlieren. Und dann ist da noch ein Punkt, der mir zu denken gibt. Ihr Partner Joachim Gauck spricht von Heirat, wenn er Präsident wird. Es gibt ja viele Gründe für eine Hochzeit. Die einen tun es aus Liebe, die anderen wegen des Geldes, die dritten, weil andere es erwarten. Aber zu heiraten, weil der Mann Bundespräsident wird, das ist wirklich abgefahren. Nora John

 




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