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Hilfe, die Mafia kommt!

Ich bin geschockt: Mosel, Saar und Hochwald sind Rückzugsgebiet der Mafia geworden. Ein Hort für Schwerkriminelle in Nadelstreif. Für die Camorra aus Neapel. Für die chinesischen Triaden. Für die Russenmafia und fette Eifelpaten.
Podcast
Ist es Ihnen denn noch nie aufgefallen? Dunkle Typen mit dicken Zigarren und Sonnenbrillen schleppen schwarze Koffer zum Juwelier um die Ecke. Beim Autohändler schieben feiste Goldkettenträger stapelweise Geldbündel über den Tresen. Vom Winzer Ihres Vertrauens transportiert plötzlich ein Tankwagen die gesamte Jahresproduktion aus der Spitzenlage ab. Und beim Bäcker an der Kirche hat ein Ferrarifahrer in fünf Minuten die ganze Auslage aufgekauft. Wissen sie, wie man so was nennt? Geldwäsche!
 
Geldwäsche heißt nicht etwa, dass die Nachbarin ihre versifften Euroscheine in die Maschine wirft, Weichspüler dazukippt und die blitzenden Banknoten später auf die Leine hängt. Geldwäsche funktioniert so, hab’ ich gelesen: Die Halunken kaufen sich für schmutziges Bargeld feine Klunker beim Juwelier. Die können sie dann irgendwo weiterverkaufen. Das Geld, was sie dann in der Tasche haben, ist sauber. Denn niemand weiß, dass es eigentlich aus kriminellen Geschäften kommt. Genauso funktioniert das mit den anderen Läden bei uns im Dorf.
 
Aber keine Sorge: Unsere Politiker haben sich was einfallen lassen. Sie wollen den Ganovensumpf trockenlegen. Alle Läden müssen jetzt Geldwäschebeauftragte haben.
 
Stand im Volksfreund. Der muss nun den Personalausweis der Mafiabosse kopieren, wenn die mal wieder alle Brötchen auf einmal kaufen.
 
Meine Meinung: Statt ums Geld sollten sich die Lumpenkerle lieber um Martins getragene Socken kümmern … Eure
 

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