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Moro weist uns den Weg

Zuerst habe ich gedacht, unsere Kreisverwaltung wäre unter die Märchenerzähler gegangen. Moro soll uns in eine bessere Zukunft führen, habe ich in der Zeitung gelesen. Irgendwie habe ich dabei gleich an Momo gedacht, aber das ist eine andere Geschichte. Ich hoffe nur, dass Moro auch ein so gutes (aufgepasst!) Ende nimmt wie Momo.
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Dass wir in 20 Jahren auch noch um die Ecke einkaufen können und es noch genügend Ärzte und Kindergärten gibt. Ich muss ja sagen, der Landkreis und die Uni geben sich richtig viel Mühe, um herauszufinden, wie wir Bürger unsere Lebensqualität beurteilen. 6000 Fragebögen haben die an zufällig ausgewählte Leute geschickt. Ich war nicht dabei, ging ja auch nicht. Die Städter – ihr wisst ja, dass ich in Konz wohne – kriegen erst später einen Fragebogen, weil wir ja nicht mit den Käffern auf dem flachen Land vergleichbar sind.

Aber ich hab schon mal bei meinem Cousin Herbert in Lorich in den Fragebogen gelunzt. Was die alles wissen wollen! Ob man auch beim Heiko-Auto oder dem Bofrost-Mann einkauft, ob man sich Vorträge bei der Volkshochschule anhört und welchen Internet-Zugang man hat. Die Fragen, warum er zugezogen ist oder wegziehen möchte, konnte Herbert gleich überspringen.

„Mir gefällt es hier so gut, aus Lorich kriegen mich keine zehn Pferde weg“, hat er gesagt. So ähnlich geht es mir auch mit Konz. Eigentlich haben wir es ja ganz gut getroffen in unserer Region. Es ist schön hier, und es gibt Arbeit. Und damit das so bleibt, sollten wir uns auch keinen Märchenfantasien hingeben, sondern auf die handfesten Schlussfolgerungen von Moro vertrauen!

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