Ich kann ja verstehen, dass schon allein aufgrund der Wittlicher Heiligendichte mit Rochus am Rathaus sowie den Kirchenpatronen Bernhard und Markus jedes Jahr der heilige Petrus davon überzeugt werden kann, dass während der Säubrennerkirmes gutes Wetter ist.
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Warum jedoch Johannes der Täufer wieder mal schlechte Karten hat, ist nicht nachvollziehbar. Der Schutzpatron der Kinoinhaber hat es nur am Donnerstag hinbekommen, dass die Sonne scheint. Wenige Stunden nach der ersten Vorstellung hat’s schon wieder geregnet.
Es scheint also derzeit etwas nicht ganz zu stimmen mit dem Draht der Wittlicher nach oben. Doch der Regen, der ist nicht das einzige Ungemach, das den Einwohnern der Säubrennerstadt widerfahren ist. Irgendwie scheinen Thomas Morus (Schutzpatron der Politiker) und seine Kollegen nicht immer ganz bei der Sache gewesen zu sein, als der Rat große Würfe plante. So gelang es beispielsweise Christophorus nicht, genügend ihm anvertraute Autofahrer auf den rechten Weg durch den Verkehrsirrgarten auf den Parkplatz Oberstadt zu lotsen. Und der Apostel Johannes konnte die ihm zugeteilten Beamten bisher auch noch nicht dazu bringen, die Kosten der Angelegenheit bekanntzugeben. Oder liegt es am fehlenden Zuspruch von Anatolius von Laodicea, des Patrons der Mathematiker, dass niemand weiß, was der Spaß gekostet hat.
Ob da Rita von Cascia helfen kann, die zuständig für ausweglose Lagen ist? Doch es gibt keinen Grund, Barnabas (bei Traurigkeit) anzurufen. Denn neben Rochus, Bernhard und Markus hält offensichtlich Ignatius von Loyola seine schützende Hand über die Stadt. Schließlich ist er nicht nur Patron der Kinder, Schwangeren und Soldaten. Nein, er hilft auch bei Fieber, Skrupel und Gewissensbissen.
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