An Spekulationen soll man sich ja nicht beteiligen. Wo kämen wir schließlich hin, wenn es einen offenen Meinungsaustausch geben würde. Deshalb sage ich nichts zum wahren Plan für das neue Rathaus. Oder doch?
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Wittlichs Verwaltung muss ja umziehen, weil die Toilettenbelüftung im gemieteten Stadthaus nicht richtig funktioniert. Deshalb wird fieberhaft nach einem Ersatz für das Elendsquartier gesucht, wo aus der pursten Not heraus Drucker in Büros stehen! Naja, was eben unter fieberhaft verstanden wird. Also irgendwann nach der Kirmes. Oder dann, wenn feststeht, was die Ergebnisse des Verkehrsversuchs in der Oberstadt sind, und offenbart wird, was der Versuch den Bürger gekostet hat.
Das bedeutet also noch viele schlecht belüftete Toilettengänge. Es sei denn, es gibt wider Erwarten doch einen Plan.C. Plan.B war ja die Drohung, mit der Verwaltung ins Dos-Gebäude nach Wengerohr zu ziehen. Nur hat das niemand als Drohung erkannt. Deshalb nun Unterbringungsvariante.C: Auf dem Karrstraßenparkplatz wird ein visionäres Rathaus auf Stelzen gebaut mit Glasboden – der Transparenz wegen. Im Untergeschoss können die Altertumsfreunde nach Herzenslust Klostermauern ausbuddeln, auf der Parkebene können Gottesdienstbesucher ihr Fahrzeug abstellen. Und über allem thronend kann die Verwaltung verwalten, dass es eine Pracht ist. Gebaut wird das neue Heim der Beamten und Angestellten von der Stiftung Stadt Wittlich. Die soll Kunst und Kultur fördern. Und – nun kommt das Hintertürchen – um den Sport. Um eine Finanzierung hinzubekommen, werden ganz einfach die Aufzüge im Karrstraßen-Palais weggelassen, damit Mitarbeiter und Kunden Treppen-Jogging machen müssen, um ins Rathaus zu kommen. Tolle Idee! Die ist fast so gut wie die, ein Gebäude mit allem Pipapo zu planen, weil das Land eh 70 Prozent der Kosten zahlt. Oder?
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