meinung

Luxemburg ist mir nicht egal ...

Bin im Urlaub. Komme erst nächste Woche wieder. Soll heißen: Seit Weihnachten war ich nicht in Luxemburg. Nicht mal tanken.
Podcast
Ich war so weit weg, dass es überhaupt keinen Sinn gemacht hätte, ins Li-La-Launeland zu fahren, bloß um das Auto mit Sprit zu befüllen. Ich muss gestehen, dass ich die Arbeit noch nicht vermisse. Schätzungsweise könnte ich es noch ein paar Tage ohne aushalten.

Das heißt aber nicht, dass mir Luxemburg egal wäre. Auf keinen Fall. Im Internet sieht man, was die Welt über das Großherzogtum denkt, beziehungsweise umgekehrt. Zum Jahresende kam Focus Online aus München noch auf die Idee, Luxemburg à la „Schlaraffenland ist abgebrannt“ unter die Lupe zu nehmen. Natürlich eine ziemliche Frechheit, so despektierlich vom schönsten Ländchen zwischen Sauer und Mosel zu reden …

Doch schon die OECD hatte zu Luxemburg herausgefunden: „Das Wachstum und der Sozialstaat sind bedroht.“ Mist. Aber 1800 Euro Mindestlohn kann sich eben nicht jeder leisten, und 71 Prozent Rente vom letzten Lohn auch nicht, stellte man beim bayerischen Focus Online nüchtern fest, der offenbar mit steilem Trierer Sachverstand geführt wird. Das wankende Luxemburger System könnte dieses Jahr noch öfter Thema in deutschen Medien werden. Bislang starten die Reformvorhaben beim Nachbarn gern nach alter Manier als Tiger, um dann als Bettvorleger zu landen. Das funktioniert nur, solange man es sich leisten kann …

Aber das Jahr ist jung, und wir wollen ja guter Dinge sein – auf ein Neues also!


Das könnte Sie auch interessieren



Anzeige