Vielleicht war es der Einfluss des Heiligen Rockes: Der soll ja zusammenführen, was getrennt ist. Jedenfalls passte die Nachricht gut in die Zeit: Die Stadt Trier übergibt die Trägerschaft einer Schule an den Landkreis Trier-Saarburg.
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Michael Schmitz
Die Trevererschule, derzeit in maroden Gebäuden in Trier-Heiligkreuz, soll einen Neubau in Schweich bekommen. Das ist alles andere als selbstverständlich, denn in Sachen Schulen und Schülerbeförderung gab es durchaus schon mal Reibungspunkte zwischen Stadt und Kreis. Aber Landrat Günther Schartz, Oberbürgermeister Klaus Jensen, Stadtrat und Kreistag verstärken ja in verschiedenen Punkten derzeit die Zusammenarbeit. Was auch sinnvoll ist.
Bereits Anfang März hatten sich hinter verschlossenen Türen gemeinsam zwei Ausschüsse von Stadtrat und Kreistag getroffen und Kooperationsthemen benannt. Eines davon, die Trevererschule, ist nun – vorbehaltlich der Zustimmung von Stadtrat und Kreistag – abgearbeitet. Andere Themen sind konfliktträchtiger. Bei der Sicherung der Zukunft des Trierer Theaters sähe die Stadt den Landkreis gerne mit im Boot. Das dürfte schwierig werden – wer beteiligt sich schon gern an einem Zuschussbetrieb?
Lieber würde der Landrat, so ist zu hören, den Kreis über Projekte oder auch direkt an den Stadtwerken Trier beteiligen. Kein Wunder, ist diese Anstalt öffentlichen Rechts (AöR) doch eine richtige (und die einzige) Goldgrube für die Stadt Trier, die 100 Prozent hält. Laut Haushaltsplan bringen die SWT der Stadt 2012 beispielsweise zwei Millionen Euro über die Gewinnausschüttung und 1,7 Millionen Euro Gewerbesteuer. Da dürfte sich die Stadt – versöhnender Rock hin oder her – zweimal überlegen, ob sie sich Mitgesellschafter ins Boot holt.
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