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Finanzen

Zum Kommentar "Arm, sexy und auch noch zu doof" (TV vom 8. Januar) und zum Artikel "Pannen beschäftigen Parlamente" (TV vom 9. Januar) diese Zuschriften:
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Mit seinem Kommentar, in dem er die unglaubliche Schluderei rund um den Berliner Flughafen aufs Korn nimmt, hat Werner Kolhoff wieder einmal den Vogel abgeschossen. "Der Bauherr Staat", schreibt er zu den Vorgängen in Berlin und Stuttgart, bei der Elbphilharmonie und am Nürburgring, "hat die Sache organisatorisch nicht im Griff, denkt zu groß für ein zu kleines Verantwortungsgefühl und wird zudem von den Baufirmen ausgepresst wie eine Zitrone …" Vergessen hat der Kommentator lediglich das Großprojekt, das in Rheinland-Pfalz alle Beteiligten in Atem hält: der Hochmoselübergang, ebenso kostenträchtig wie überflüssig, der - in buchstäblich jeder Beziehung - den aufgeführten Pleiteprojekten in Berlin, Hamburg und Stuttgart in nichts nachsteht. Nur zu wahr, was Kolhoff hierzu bemerkt: "Murks können sie alle, parteiübergreifend!" Helmut Körlings, Traben-Trarbach Wenn es nicht so traurig wäre, müsste man über die erneute Verschiebung der Eröffnung des Großflughafens Berlin - Brandenburg lachen. Traurig, weil die Flughafen-Pannenserie ein Armutszeugnis für die deutsche Wertarbeit hinterlässt. Traurig auch deshalb, weil die Pannenserie uns Steuerzahler zusätzlich belasten wird. SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles verteidigt im TV-Bericht den bisherigen Aufsichtsratschef und Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit. Für wie dumm halten die verantwortlichen Politiker die Bürger, wenn sie glauben, mit der Abgabe des Amtes als Flughafen-Aufsichtsratschef an seinen bisherigen Stellvertreter sei die Misere aus der Welt geräumt? Wie kann Ministerpräsident Matthias Platzeck, der seinerzeit aus gesundheitlichen Gründen als SPD-Bundesvorsitzender zurücktrat, glaubhaft die schwierige Aufgabe als Flugplatz-Aufsichtsratschef jetzt nebenbei wahrnehmen? Am Misstrauen gegenüber den verantwortlichen Politikern und ihren Großprojekten ändert das ganz und gar nichts. Die Berliner Flugplatz-Misere, das Fiasko am Nürburgring und der Fehlstart von Kanzlerkandidat Peer Steinbrück werfen auf die SPD kein vertrauensbildendes Licht. Kommt noch hinzu, dass wir als Normal-Bürger nicht vergessen dürfen, dass die überzogenen Kosten bei den Beispielen auch unseren eigenen Geldbeutel betreffen. Die Sozialdemokraten müssen ganz schnell aufhören, aus wahltaktischen Gründen die Realität in Abrede zu stellen, denn wenn man dies nicht tut, kann man auch keine Lösungen für die Probleme finden. Annemarie De Pugh, Trier Es ist für Normaldenkende schwierig. Ein von den Steuerzahlern finanzierter Regierender Bürgermeister, der Aufsichtsratsvorsitzender ist, sieht den Mist, der unter seiner Leitung passierte, und kündigt seinen Posten, bleibt aber im Aufsichtsrat und an der Spitze der Berliner Regierung. Was sich die Steuerzahler alles gefallen lassen müssen! Wowereit verschwendet Millionen Euro, bekommt dafür eine Riesenpension, wenn er rausgeschmissen wird, was richtig wäre. Stattdessen wird ein "Kollege" sein Nachfolger, er hat sich den brandenburgischen Ministerpräsidenten Platzeck ausgesucht. Karl Heinz Gerth, Kenn


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