Die katholische Kirche weiß es, das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen wird es geahnt haben: Die Spuren des Missbrauchs von Abhängigen durch Geistliche führen weit in die Vergangenheit. In meinem Buch "Ketzereien einer gottesfürchtigen Seele" konnte ich dazu einen faktenfarbigst geschriebenen Untersuchungsbericht der "Heiligen Inquisition" von 1778 auswerten. Darin werden die Umtriebe eines Franz Xaver Reitenberger, S.J., auf den Philippinen beschrieben. Der Jesuitenpater hatte den "Orden Unserer Herrin vom Licht" gegründet und immer wieder Hand an die karamellfarbenen Klosterfräulein gelegt. Mit den "unvorsichtigen Kongregationalistinnen" habe der unsaubere Pater "die abscheulichsten Dinge getrieben, die diese Verirrten gänzlich dem Laster anheimfallen ließen". Von jeher pflegten ja andere geistliche Orden zu verbreiten: "Si cum Jesuitis, non cum Jesu itis!" (Wenn Du den Jesuiten folgst, folgst Du nicht Jesu!) Dr. Wiprecht von Treskow, Bonn (z.Zt. in Trier)
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