Zu den Leserbriefen "Aufklärung ohne Sündenfalle" (TV vom 15. Jan.):
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Die beiden Zuschriften haben verschiedene Schwerpunkte zum gleichen Thema gesucht, gleichen sich aber in einem bedauerlichen Mangel: In keinem der beiden Briefe begegnet uns das Wort "Verantwortung". Wie aber kann bei einem so hohen Gut, wie es die menschliche Sexualität darstellt, dieser Begriff außen vor gelassen werden? Mein auch im Ruhestand noch waches pädagogisches Wissen und Gewissen fühlen sich hier zur Stellungnahme aufgefordert! Menschliche Sexualität gehört zweifellos in den Bereich der Kultur und ist als solche immer auch der Verantwortung zugeordnet. Diese Verantwortung hat zwei Richtungen: die eigene Formung als Aufgabe zu ergreifen und dem Mitmenschen so zu begegnen, dass dieser seine eigene Sexualität respektvoll sehen kann. Hier liegt eine große Aufgabe der jungen Generation gegenüber. Diese braucht das lebendige Beispiel, wie ein reifes menschliches Leben im Ausüben oder auch im Verzicht bezüglich der Sexualität gelingen kann. Muss man heute - angesichts verheerender sexueller Orientierungslosigkeit mit schlimmsten Folgen - wirklich daran erinnern? P.S.: Dass Jesus zur Sexualität nichts sagt, ist die Behauptung eines der beiden Briefschreiber. Sie wird schon allein durch seine klaren Worte zur Ehe widerlegt. Wie gut wäre unsere Gesellschaft dran, wenn sie sich danach richten würde! Gisela Steinbach, Trier
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