meinung
11.11.2017
Ludwig Neumann SG Ruwertal Kell am See

Lasst die Schiedsrichter entscheiden!

Fußball

Zur Berichterstattung über den Videobeweis in der Bundesliga:
Der Streit geht vielen Fußballfreunden auf die Nerven. Ich war auch einige Jahre Schiedsrichter. Habe meist alleine auf dem Platz gestanden (mit zwei vereinstreuen Linienrichtern) und musste entscheiden. In der Bundesliga gibt es einen Schiedsrichter, zwei Linienrichter, zwei Torrichter, bis zu vier Offizielle an der Seitenlinie - wenn diese mindestens sechs Leute nicht in der Lage sind, ein Spiel ordentlich zu leiten, dann frage ich mich, ob sie keine Ahnung haben. Das glaube ich aber eigentlich nicht, denn unsere Schiedsrichter sind sehr gut ausgebildet. Ich bin jedes Wochenende auf verschiedenen Plätzen und sehe mir viele Spiele an. Es gibt sicher Entscheidungen, die uns Zuschauern nicht gefallen, wir sehen das aber auch oft durch die Vereinsbrille.
Die Fußballregeln besagen:
1. Entscheidungsgewalt des Schiedsrichters: Jedes Spiel wird von einem Schiedsrichter geleitet, der die uneingeschränkte Befugnis hat, die Spielregeln beim Spiel durchzusetzen. 2. Der Schiedsrichter entscheidet nach bestem Wissen und Gewissen im Sinne der Spielregel und im "Geiste des Fußballs". Die Entscheidungen des Schiedsrichters sind stets zu respektieren.
Die Bundesliga ist das Aushängeschild des deutschen Fußballs, und wir sollten es nicht durch eine Videoregelung kaputtmachen lassen. Meine Meinung: alles so lassen, wie es war, ohne Video. Für neueste Technik bin ich immer, aber die Videoüberwachung im Fußball ist voll in die Hose gegangen. In allen Ländern wird ohne Videobeweis gearbeitet. Meines Wissens sehr gut, also: Kehren wir zu den Grundregeln des Fußballs zurück und überlassen die Einscheidung auf dem Platz dem Schiedsrichter, sonst machen wir unser liebstes Hobby kaputt.
Ludwig Neumann (SG Ruwertal)
Kell am See