aus unserem Archiv vom 18. Mai 2012
Leider habe ich in Bezug auf die Mehrzahl der Jäger (zum Glück gibt es Ausnahmen) die gleichen Erfahrungen wie Herr Stein gemacht. Dabei weckt er allerdings aufgrund seines weit hergeholten Vergleichs mit dem Vietnamkrieg den Eindruck eines 68ers, der ebenfalls "nicht erwachsen geworden ist". Er befriedigt sich offenbar auch lieber selbst durch das Herziehen über die Orgasmen der Jäger, statt Alternativen aufzuzeigen. Es ist nämlich in der Tat ursächlich das Geld, das unseren Wäldern in mehrfacher Hinsicht zu schaffen macht, und zwar vor allem dasjenige, nach dem unsere Gemeinden streben. Sie verpachten nach rein finanziellen Aspekten ihre Jagdbezirke ohne Rücksicht auf ökologische Interessen an solche mit "ein wenig Knete" und opfern zudem aus gleichem Grund wertvollen Wald für die Windkraft, um damit einen verschwindend geringen Teil unseres Strombedarfs zu decken (womit nicht die ökologisch halbwegs verträglichen Anlagen anderer Standorte gemeint sind). Wenn ihm das Wohl von Flora und Fauna wirklich am Herzen liegt, könnte Herr Stein ja zwecks Ursachenbekämpfung einen Teil seiner Energie in Richtung Gemeinderäte lenken.
Dr. Joachim Sartor, Lieser