Winterwetter: Vorsicht Blitzeis – Das müssen Sie beachten
Im Winter ist Blitzeis eine der größten Gefahren, denn die glatten Flächen sind kaum zu erkennen. Lesen Sie hier, wo sich Blitzeis meist bildet, wie man am Steuer reagieren sollte und welches Fahrtraining Sicherheit geben kann.
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Im Winter sind Autofahrer immer vor besondere Herausforderungen gestellt. Schnee, Tauwetter und Minusgrade machen ihnen auf der Straße zu schaffen. Das größte Risiko für jedes Auto ist jedoch das Blitzeis. Denn während gegen Schnee und nasse Flächen noch das dicke Profil von Winterreifen hilft, kann auf den rutschigen Flächen des Blitzeises kein Reifen bestehen. Gemeinsam mit dem ADAC-Technikredakteur Christian Buric, beantworten wir die wichtigsten Fragen zum Thema.
Wie entsteht Blitzeis?
Wie der Name schon sagt, entsteht Blitzeis relativ spontan. "Wenn etwa Raureif auf der Straße liegt und dann am Nachmittag langsam die Sonne verschwindet, entsteht sehr leicht Blitzeis", sagt Buric. Deshalb spricht man in diesem Zusammenhang auch von überfrierender Nässe.
Wo tritt dieses Phänomen am häufigsten auf?
Besondere Vorsicht ist an allen Orten geboten, die viele Schattenflächen haben oder den Witterungen stark ausgesetzt sind. "Gerade in Waldstücken gibt es oft wenig Licht, es ist dort also ohnehin kühler. Wenn dann noch die Sonne verschwindet, können hier spontan Eisflächen entstehen", so der ADAC-Experte. Aber auch Brücken seien Blitzeis gefährdet. Sie stehen frei und bieten Wind und Regen so eine besondere Angriffsfläche.
Woran kann man die Bildung von Blitzeis erkennen kann?
Mit dem bloßen Auge lässt sich die Bildung von Blitzeis kaum erkennen - und genau hier liegt das Problem. Die Entstehung von Blitzeis ist unberechenbar, da sie von vielen verschiedenen Faktoren abhängt. "Nur weil die Temperaturen um den Gefrierpunkt liegen, muss es noch kein Blitzeis geben. Es könnte auch schneien", sagt Buric "und dann hängt es eben davon ab, wie viel Schnee herunter kommt, denn dann können eventuell schon die Winterreifen greifen." Einziger Trick: Man sollte immer die Autos rundherum im Blick behalten. Wenn der Vordermann zu rutschen beginnt, kann man sofort reagieren.
Wie sollte man als Fahrer bei Blitzeis tun?
Das wichtigste ist, Ruhe zu bewahren. Viele Autofahrer gerieten in Panik, wenn das Auto ins Rutschen kommt, und würden dann überstürzt bremsen oder das Lenkrad herum reißen, so Buric. Dieses Verhalten stellt jedoch eine zusätzliche Gefahr dar, denn das Auto droht so noch leichter aus der Spur auszubrechen.
Defensives Fahren, also sanftes Bremsen und Lenken, sowie ein sehr großer Sicherheitsabstand sind in diesen Situationen ratsam. "Weil die Unfallgefahr bei Blitzeis aber so extrem hoch ist, raten wir eigentlich immer dazu, das Auto für eine Weile abzustellen und zu warten", erklärt Buric. "Die Gefahr bleibt ja nicht über Stunden bestehen und oftmals kommt dann auch ein Streudienst und bearbeitet die Straße."
Kann man lernen das Auto, auch wenn es ins Schleudern kommt, zu kontrollieren?
Ja, das geht. In so genannten Fahrsicherheitstrainings macht der ADAC und auch der TÜV Rheinland, Autofahrer mit Extremsituationen vertraut. "Man kann ausprobieren, wie sich das eigene Auto verhält, wenn es bei hoher Geschwindigkeit und auf verschiedenen Straßenbelägen ins Schleudern kommt." Außerdem wird trainiert, wie man bremsen und lenken muss, um das Auto wieder in Griff zu bekommen. Eine Garantie sei das Fahrtraining natürlich nicht. "Man kann solche Situationen nur begrenzt üben und gerade das Blitzeis kommt ja ganz unerwartet, so dass es schwierig ist zu reagieren", sagt Buric.
Die sicherste Devise bleibt deshalb: Im Zweifelsfall lieber für eine Weile an den Straßenrand oder an eine Raststätte fahren, anstatt sich und andere unnötig in Gefahr zu bringen.
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