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Wird automatischer Notruf 2014 Pflicht?

Ab 2014 soll in allen Neufahrzeugen, die in der EU zugelassen werden, ein automatisches Notrufsystem mit GPS-Ausrüstung Pflicht sein. Über das sogenannte eCall streiten sich Gesetzgeber, Autoverbände und Versicherungen aber noch. Zumal noch nicht klar ist, wo die Vorteile in Sachen Ortung und Ortsangaben gegenüber Mobiltelefonen liegen.
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Trier. Das eCall-Verfahren funktioniert mit einem Crashsensor und mit Satellitenortung über GPS. Bei einem Unfall soll ein Crashsensor aktiviert werden, der - unabhängig davon, ob der Airbag ausgelöst wird oder nicht - ein Signal an die EU-einheitliche Notrufnummer 112 ausschickt und die Position des Fahrzeugs übermittelt. Die Geschwindigkeit des Fahrzeugs vor dem Unfall und die Aufprallwucht geben Hinweise über die Schwere des Unfalls.
Skepsis gegenüber der Notwendigkeit dieses Systems ist nach Meinung von Kritikern jedoch angebracht. Die Millionen von Handys, die angemeldet sind, könnten in der Regel ebenfalls geortet werden, und mit ihrer Hilfe könnten die gleichen Schritte eingeleitet werden. Demgegenüber erklärt der Leiter der Allianz Ortungsservice GmbH, Jürgen Bartz, eCall funktioniere anders als ein Handy-Notruf: "Die eCall-Einheit ist im Auto fest verbaut. Sie kann entweder auf Tastendruck einen Notruf aussenden oder dies auch automatisch dank des Crashsensors tun, wenn vom Unfall betroffene Personen dazu nicht mehr in der Lage sind."
Übertragen wird immer ein Notfalldatenblatt. Es markiert zuerst die GPS-Position des Autos, dazu dessen Reiserichtung, also die Fahrbahnseite etwa auf der Autobahn, damit mobilisierte Rettungskräfte die richtige Auffahrt wählen. Zudem wird die FIN, die Fahrzeug-Identnummer, übertragen. Aus ihr geht hervor, um welchen Autotyp es sich handelt, sogar welche Farbe das Auto hat. Die Feuerwehr könne daraus schlussfolgern, welche Werkzeuge gegebenenfalls benötigt werden.
Über die verpflichtende Einführung des Systems wird schon seit Jahren diskutiert. Zunächst war sie für 2007 vorgesehen, dann für 2010. Nun ist von 2014 die Rede. Kürzlich unterschrieben die Europäische Kommission und der Verband der Europäischen Automobilindustrie eine gemeinsame Absichtserklärung. Auf den Plan gerufen wurden auch Zulieferer, die das eCall-System auf Wunsch nachrüsten können. jüb




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