magazin/erotik

Fifty Shades of Grey: 43 Prozent haben eigene Erfahrungen mit Macht- und Fesselspielen

Die Popularität von "Fifty Shades of Grey" regt einige Deutsche an, es auch selbst mit Macht- und Fesselspielen zu versuchen. Überraschend viele Menschen haben schon entsprechende Erfahrungen gemacht.

18.03.2015

Der Kinofilm "Fifty Shades of Grey”, der eine sado-masochistische Beziehung zum Thema hat, feiert derzeit Erfolge in deutschen Kinos. Nach wie vor steht der Streifen rund einen Monat nach dem Start auf Platz 1 der deutschen Kino-Charts. Hauptdarsteller Jamie Dornan freut sich schon auf eine mögliche Fortsezung des Erotikfilms. Zuvor konnte bereits das gleichnamige Buch, auf dem der Film basiert, unerwartete Erfolge feiern und reihte sich 2014 unter den zehn meistverkauften Büchern aller Zeiten ein.

Im Zuge dieses Booms ist das zuvor eher tabuisierte Thema BDSM (Zusammensetzung der englischen Bezeichnungen "Bondage, Discipline, Dominance, Submission, Sadism, Masochism") im Mainstream angekommen. Handelt es sich dabei jedoch eher um theoretische Überlegungen oder haben tatsächlich mehr Menschen als gedacht selbst Erfahrungen in diesem Bereich? Dieser Frage wollte das Erotik-Portal "Secret.de" auf den Grund gehen und befragte zum Start des Kinofilms im Februar über 5.000 aktive Mitglieder zu ihren Erfahrungen und Phantasien rund um BDSM.
 

Befragte zeigen sich aufgeschlossen

43 Prozent der Befragten haben bereits eigene Erfahrung mit BDSM. Doch auch viele, die sich bisher nicht an die Praxis herangewagt haben, zeigen sich aufgeschlossen: rund die Hälfte der in dieser Hinsicht unerfahrenen Umfrage-Teilnehmer würde entsprechende Praktiken durchaus bei passender Gelegenheit einmal ausprobieren. Jeder Fünfte würde sich gerne von einem erfahrenen Partner in diese Welt einführen lassen. Ein Drittel hingegen hat keine Wünsche in diese Richtung und für acht Prozent soll BDSM nur Teil der Phantasie bleiben.
 

"Shades of Grey" als Inspirationsquelle

Ein Drittel aller 5.000 Befragten hat "Shades of Grey" gelesen, davon sagen 36 Prozent, dass die Protagonisten ihre eigenen Phantasien beflügelt haben. 44 Prozent geben an, dass sie eine der beiden Hauptpersonen attraktiv finden und eine Person, die dieser ähnlich ist, sie auch im realen Leben reizen könnte. Jede zehnte Frau mit BDSM-Erfahrung verrät, dass sie durch das Buch überhaupt erst auf den Geschmack gekommen ist und es seit der Lektüre praktiziert. Ebenso viele können sich allerdings mit dem im Buch dargestellten BDSM nicht identifizieren.
 

BDSM in der Partnerschaft

Welchen Platz aber hat BDSM in einer festen Partnerschaft? Die Hälfte der Befragten hat diesbezüglich positive Erfahrungen gemacht. Für sie machen entsprechende Praktiken die Beziehung intensiver und stärken das gegenseitige Vertrauen.

Jedoch muss der feste Partner nur für jeden Vierten die Leidenschaft für die härtere Gangarten teilen, und knapp die Hälfte (45 Prozent) kann auch gut ohne Macht- und Fesselspiele leben. Bei rund jedem Fünften ist jedoch eine Beziehung schon einmal an unterschiedlichen sexuellen Bedürfnissen zerbrochen. Nur wenige (7 Prozent) leben die Rollenverteilung (Dominanz/ Unterwürfigkeit) auch im Alltag.

Für die wenigsten stellt BDSM im Übrigen die einzige Form der sexuellen Erfüllung dar. 76 Prozent mögen trotz ihrer BDSM-Affinität auch Kuschelsex.
 

BDSM für Jüngere interessanter

Das Interesse an BDSM ist laut Umfrage je nach Altersgruppe unterschiedlich stark ausgeprägt. Je jünger die Frau oder der Mann, desto eher ist sie oder er an Fesselspielen, SM, Dominanz oder Devotion interessiert.