Kinder lernen am Vorbild der Erwachsenen und übernehmen ängstliches Verhalten, erläutert Ingo Spitczok von Brisinski vom Berufsverband für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (BKJPP). Reagiere ein Elternteil in einer bestimmten Situation panisch, sollte sich der andere gesunde Elternteil am besten in diesem Moment um das Kind kümmern. So könne der Sohn oder die Tochter die bedrohliche Situation aus einer anderen Perspektive sehen.
Älteren Kindern könnten Eltern erklären, dass das eigene ängstliche Verhalten eine Krankheit sei, rät der Psychiater. Auf keinen Fall dürften Erwachsene ihre Kinder als Helfer benutzen, um ihre Ängste zu überwinden. Denn Kinder seien schnell überfordert, wenn sie ihre Eltern beruhigen oder beschützen sollen.
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