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Auf den Spuren der Pilger

(Osann-Monzel/Maring-Noviand) Wilder Wald, liebliche Weinberge und rauschende Gewässer: Die Wanderung bei Osann-Monzel (Kreis Bernkastel-Wittlich) bietet von all dem etwas. Ein Stück der Tour führt über den Jakobsweg, über den schon viele Pilger bis nach Santiago de Compostela (Spanien) gelangt sind.
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Aber so weit soll diese Tagestour nicht gehen.

Los geht es bei der Kirche im Ortsteil Monzel. Dort gibt es auch Möglichkeiten, das Auto abzustellen. Es lohnt sich vor Beginn der Wanderung, hinter der Kirche am Ortsausgang einen ersten Blick auf das Moseltal zu werfen.

Dann aber starten wir in die entgegengesetzte Richtung und gehen zunächst durch den Ort. Vorbei geht es an der Tourist-Information zur Rechten, weiter über eine Brücke, die zum Ortsteil Osann führt. Hier liegt zur Linken ein kleines Heimatmuseum. Wir gehen vorbei an der Osanner Kirche bis zur Gemeindeverwaltung.
Wir biegen nach rechts ab und gehen ein Stück entlang der Bernkasteler Straße.

Wenig später geht es links bergauf in die Straße "Im Lehen". Doch bevor wir wirklich ins Schwitzen kommen, geht es wieder auf ebenen Wegen weiter. Den Schildern zu Weingut Brenner folgend führt die Strecke hinaus aus dem Ort in die Weinberge. Hier geht es sich sehr angenehm. Das Auge erfreut sich an viel Grün links und rechts des Weges. Zwei Häschen hoppeln über den Weg. Es ist ruhig, nur von der Straße, die unterhalb der Weinberge liegt, sind manchmal Autos zu hören. Ein Winzer, der gerade im Weinberg arbeitet, winkt uns freundlich zu.

Kurz vor Maring-Noviand, an der Straße zum Römerkelter, können neugierige Wanderer ein kleines Stück nach rechts unten gehen. Dort steht der älteste römische Weinkelter der Region. Wer die in dem Haus verborgenen Tretbecken besichtigen möchte, kann einen Termin mit der Tourist-Information in Maring-Noviand ausmachen.

Nach diesem kleinen Abstecher gehen wir wieder hoch und folgen der Straße "Zum Römerkelter" durch ein Wohngebiet weiter nach Maring-Noviand. Am Ende der Straße geht es den Berg hinunter. Doch bietet sich hier zunächst eine schöne Rastgelegenheit bei der Schutzhütte, die oberhalb des Weges etwas versteckt liegt. Hier gibt es Sitzgelegenheiten und auch eine Feuerstelle. Auskunft darüber gibt es beim Heimat- und Wanderverein Noviand (siehe Infokasten).

Die Wanderung führt jetzt nach rechts die Straße bergab. An der Gaststätte Bierstadl laufen wir weiter nach rechts bis zu einer Brücke, die über einen kleinen Bach führt. Hier biegen wir links ab und kommen wieder in ein Wohngebiet.

Das Schild Richtung Maringer Schweiz weist den richtigen Weg. Jetzt geht es bald wieder hinaus aus dem Ort.
Nach dem Überqueren einer Straße erreichen wir eine Wiese mit einer Schafherde. Die Tiere nehmen erst einmal Reißaus, um dann aus sicherer Entfernung die Wanderer zu begutachten. Wir gehen an einem Demeterhof vorbei und gelangen auf einen Feldweg. Nach Erreichen des Asphaltweges führt die Tour nach links bis zu einem Platz mit Wegekreuz und einer Bank. Hier genießen wir einen schönen Ausblick auf den Ortsteil Maring.

Jetzt heißt es aufpassen! Der Weg führt nach rechts in den Wald und ist kaum sichtbar im dichten Grün. Es geht in Serpentinen bergab in Richtung Lieser. Der Weg ist schmal und verlangt Trittsicherheit. Nach kurzer Zeit erreichen wir eine kleine Holzbrücke inmitten von verwunschenem Grün. Links vom Wanderweg rauscht die Lieser. Wir halten uns rechts und folgen den Hinweisschildern des Eifelvereins, die mit einem schwarzen Dreieck auf weißem Grund gekennzeichnet sind. Der Weg geht auf und ab und führt immer noch durch wildes Grün.

Dann verlassen wir den Wald und gehen nach links ein Stück an der Straße entlang, bis wir zu einem kleinen Tunnel mit Wellblechwänden kommen. Wir unterqueren die Landesstraße 47. Jetzt geht es nach rechts bergauf auf einem asphaltierten Weg, bis wir links auf einen kleinen Weg stoßen. Wir folgen diesem Weg, bis wir eine asphaltierte Straße erreichen. Hier betreten wir den Jakobsweg. Gekennzeichnet ist diese Route mit einer gelben Muschel auf lilafarbenem Grund. Nach einem knappen halben Kilometer erreichen wir einen weiteren Aussichtspunkt. Von hier aus blicken wir auf Weinberge, die Mosel und die Gemeinde Mülheim.

Nach einer kurzen Pause, bei dem wir die Eindrücke auf uns wirken lassen, gehen wir weiter bergauf. Wir folgen den Schildern zum Wanderparkplatz. Schließlich erreichen wir eine ebene Strecke an Weinbergen und Kornfeldern vorbei. Bei einer Schutzhütte gibt es Tische und Bänke, auf denen sich prima erneut rasten lässt.

Hinter der Schutzhütte halten wir uns rechts. Von dort aus geht es geradeaus auf weitgehend ebener Strecke. An den Weinbergen sehen wir die Schilder eines Weinlehrpfads. Jetzt erblicken wir auch unser Ziel: die Gemeinde Osann-Monzel. Im Ort halten wir uns zunächst rechts. Wer kurz vor dem Errreichen des Ziels bei der Monzeler Kirche noch einkehren und eine Erfrischung zu sich nehmen möchte, kann dies beim Haus Panorama tun. Nora John

 



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