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Ein verwunschener Urwald und tolle Aussichten

(Taben-Rodt) Wer bisher noch nichts vom Tabener Urwald, dem Kaiserweg oder dem Naturwaldreservat gehört hat, sollte sich auf eine Tagestour von Rodt nach Mettlach begeben. Die Wanderung lässt sich perfekt mit dem ersten Teil von Saarbrug nach Taben verbinden.
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Taben-Rodt. Der heutige Wandertipp führt hoch über das Saartal mit zwei schönen Aussichtspunkten an der Kapelle St. Michael und dem Teufelsschornstein. Ziel ist die Villeroy- und Boch-Stadt Mettlach mit dem sehenswerten Keramikmuseum, dem „Alten Turm“, dem ältesten Sakralbau des Saarlandes, und Schloss Ziegelberg, das heute ein Restaurant beherbergt. Die Tour lässt sich zusammen mit dem ersten Teil der Wanderung zu einer schönen Zweitageswanderung verbinden, wenn man in Taben-Rodt eine Zwischenübernachtung einplant. Informationen über Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen erhält man im Internet oder telefonisch (06582-7600).
Vom Haltepunkt Taben aus geht es über die Saarbrücke und auf der Straße hinauf nach Taben-Rodt. Bevor der Weg bei der Bushaltestelle links Richtung „St.-Michael-Kapelle“ abbiegt, sollte noch ein Blick nach rechts auf den schönen Gebäudekomplex der Propstei St. Josef geworfen werden. Dann wird weiter- marschiert, die Markierung blaues Andreaskreuz des Europäischen Fernwanderweges Atlantik-Böhmerwald aufnehmend, zum Waldrand und über Treppen hinauf zur St.-Michael-Kapelle. Sie steht auf einem hohen Felsen und wurde im 15. Jahrhundert als Friedhofskapelle erbaut.
Hier beginnt der bekannte Kaiserweg. Auch wenn der majestätische Namen täuschen mag, der Weg ist nach dem Oberforstrat Otto Kaiser benannt, der den Weg vor rund 100 Jahren in Handarbeit anlegen ließ.
Weg führt duch Naturreservat
Der schöne Weg könnte auch einem wirklichen Kaiser alle Ehre machen. Fast ohne Höhenunterschiede schlängelt er sich an den Steilhängen der Saar entlang, bietet immer wieder Einblicke ins Saartal und durchquert dabei den Tabener Urwald.
Das Naturschutzgebiet mit Schlucht- und Hangwäldern, Blockschutthalden und seltenen Flechten und Moosen wird seit langem nicht mehr gezielt bewirtschaftet, so konnte sich allmählich ein naturnaher Wald mit einem hohen Anteil an Alt- und Totholz entwickeln. 
Auf den Spuren von Otto Kaiser führt der weiterhin mit dem blauen Andreaskreuz markierte Weg. Eine kleine Schlucht folgt. Etwa eine halbe Stunde später befindet sich der Wanderer im Naturwaldreservat. Allmählich entfernt man sich von der Saar, da der Weg einem Seitental ausweicht. Ein Bach wird
überquert. Beim nächsten Wegweiser 200 Meter weiter am besten nach links gehen, damit der Abstecher zum Teufelsschornstein gelingt. Dort lockt ein herrlicher Aussichtspunkt hoch über dem Saartal. Er kostet etwa 20 Minuten Mehraufwand.
Wieder zurück an der Kreuzung heißt es, dem linken, mit roter „11“, später auch wieder mit dem blauen Kreuz markierten Weg folgen, der bald einen schönen Blick auf das Ziel Mettlach freigibt. Der Weg wird nun schmaler und führt teilweise steil durch eine Schlucht bergab.
Bei einem Wasserbehälter geht es über den Bach. Ein unmarkierter Fußweg führt hinab zu den ersten Häusern von Mettlach, wo wieder das vertraute blaue Kreuz auftaucht.
Auf der Straße oder parallel dazu geht es durch die Parkanlage am Schloss Saareck vorbei zur Saarbrücke und auf die andere Uferseite. Am besten links halten, der Weg führt an einem Pavillon, dem „Alten Turm“ und der Villeroy- und-Boch-Fabrik vorbei.
Wer noch nicht genug hat, kann geradeaus (grüne Markierung Saar-Hunsrück-Steig) am Schloss Ziegelberg vorbei einen Abstecher zum Herrgottstein machen, ansonsten geht man auf der Bahnhofstraße entlang zum Bahnhof.
Dort gibt es mindestens eine stündliche Verbindung zurück nach Trier.

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