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Datum: 30. November 2011 | Mehr aus diesem Ressort: Tagestouren
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Rasante Fahrt in flotten Flitzern

Ein bisschen ängstlich blicken Veronika Beringhoff (16) und ihre Freundin Johanna Köhnen (18) auf die Fahrbahn in der Wittlicher Karthalle. Am Geländer lehnend beobachten sie eine Gruppe Männer, die über den 300 Meter langen Kurs flitzen und regelrecht um die Kurven fliegen.
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"Die sind aber ganz schön schnell", stellt Veronika beeindruckt fest. "Das sind Profis", beruhigt sie Kartbahn-Betreiber Tomas Sapas. "Die trainieren hier jedes Wochenende."
Die zwei Mädchen sind zum ersten Mal auf der Kartbahn. Gemeinsam mit 13 Freunden aus Wintrich (Kreis Bernkastel-Wittlich) haben sie sich an diesem Freitagabend für ein kleines Rennen samt Training angemeldet. "Ich hab\' ein bisschen Angst, dass ich Gas und Bremse verwechsle", gibt Veronika zu. Die 16-Jährige besitzt im Gegensatz zu ihrer älteren Freundin noch keinen Führerschein. In Turnschuhen und dick eingepackt in ihre Winterjacken - denn in der Halle weht ein frischer Wind - warten die beiden auf ihren Einsatz. Unterm Arm tragen sie schwarze Motorradhelme, die sie von zu Hause mitgebracht haben.
Bevor sie ins Kart steigen dürfen, müssen die Jugendlichen aber noch einige wichtige Regeln lernen - damit sie später sicher ihre Runden drehen. Mitarbeiter Michael Drautzburg erklärt den Besuchern, worauf sie achten müssen. "Fangt langsam an", rät er, "freundet euch erst mal mit dem Kart an." Auf der Strecke, sagt Drautzburg, sollten sie vor allem auf die Lichter achten. Rot heißt: Das Training ist beendet. Leuchten die gelben Lichter, ist für alle Schrittgeschwindigkeit angesagt. "Ab und zu schwenke ich die blaue Flagge. Dann sollt ihr jemanden vorbeilassen, der schneller fährt als ihr."

Computer misst die Bestzeit


Jetzt kann\'s losgehen, die ersten acht Fahrer machen sich für die Qualifikation fertig. Die Gruppe fährt getrennt, damit nicht zu viel Betrieb auf der Strecke ist. "Sonst wird es zu eng, wenn fünf Leute gleichzeitig in die Kurve gehen", erklärt Sapas. Das Training dauert fünf Minuten. Ein Computer ermittelt dabei die schnellste Runde für jedes Kart. Anhand der Rangliste, die Sapas gleich ausdrucken kann, werden die Startplätze festgelegt. Das Rennen dauert etwa 20 Minuten. Während die erste Gruppe um die Kurven flitzt, sitzen Johanna und Veronika auf Barhockern an der Strecke und feuern ihre Freunde an.
Dann ist es soweit, die Karts kommen zurück in die Boxengasse. Jetzt sind die Mädchen an der Reihe. Beide setzen ihre Helme auf, Veronika zieht sich schnell noch ein paar Handschuhe an. "Jetzt wird\'s ernst", sagt sie und lächelt. Die Mädchen steigen in die Karts, die hintereinander am Fahrbahnrand stehen. Mitarbeiter Drautzburg gibt letzte Tipps, dann startet er mit einem kräftigen Handzug die Motoren. Zuerst treten die Mädels nur zögerlich aufs Gaspedal. Runde für Runde werden sie mutiger - und schneller. Während sie über den mit rot-weißen Banden begrenzten und mit kleinen Palmen geschmückten Kurs sausen, überwacht Sapas die Bestzeiten am Computer.
Der Monitor an der Wand zeigt: Johanna in Kart Nummer 9 liegt schnell auf Platz 6, Veronika (Kart 12) ist Fünfte. Doch die zwei arbeiten sich langsam vor, am Ende des Trainings stehen die Startplätze 4 und 5 auf Sapas Rangliste. Schnell ziehen die Mitarbeiter die Karts auf ihre Positionen, es sind nur noch wenige Sekunden bis Rennbeginn. Die roten Startlichter leuchten auf. Sobald sie erlöschen, treten die Fahrer in die Pedale. Schon auf der ersten Gerade geben alle ordentlich Gas. "Auf dem Abschnitt werden die Karts bis zu 50 km/h schnell", sagt Sapas. Die Jungs in der Gruppe setzen sich schnell an die Spitze, Johanna fällt etwas zurück. Drautzburg schwenkt die blaue Flagge, damit sie ihren schnelleren Hintermann vorbeilässt.
Veronika hält sich auf Platz vier, an der Bande klatschen ihre Freunde begeistert und feuern sie an. Plötzlich dreht sie sich in der Kurve, fährt vorwärts in die Bande. Sofort sprintet Drautzburg über die Bahn und dreht die Pilotin wieder in Fahrtrichtung. Ihren vierten Rang hat Veronika jetzt verloren, aber sie kämpft sich Runde für Runde wieder heran. Als Drautzburg nach 20 Minuten die schwarz-weiße Zielflagge schwenkt, kommt Veronika als Vierte ins Ziel. Johanna wird Siebte.
Mit vor Anstrengung geröteten Wangen steigen die Mädchen aus ihren Karts. "Das ist richtig anstrengend, man muss sich total konzentrieren", meint Veronika. "Aber es macht sehr viel Spaß." Johanna braucht "erst mal was zu trinken", ihr schmerzen ein wenig die Arme und Handgelenke. Das komme oft bei Anfängern vor, sagt Sapas, weil sie "zu steif und verkrampft sitzen und sich ans Lenkrad klammern" würden. Je öfter man fahre, desto besser werde das. Die Mädchen wollen ihr Kart-Abenteuer auf jeden Fall bald wiederholen.

 



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