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Datum: 09. September 2010 | Mehr aus diesem Ressort: Tagestouren
Autor: Von unserem Redaktionsmitglied Sarah-Lena Gombert Kommentare: Kommentare zeigen Ort: Stadtkyll Drucken

Wo sich Weizenhalme im Wind wiegen

Nicht nur die hübsche Eifellandschaft macht den Kylltalradweg für Fahrradfreunde zu einem echten Erlebnis. Auch die vielen Sehenswürdigkeiten abseits der Strecke sind ein Grund dafür, einmal in der Eifel kräftig in die Pedale zu treten. Der TV hat für die Tagestour diesmal die Etappe von Stadtkyll nach Kyllburg mit dem Mountainbike ausprobiert.
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Stadtkyll. Der Kylltalradweg von Dahlem in der nordrhein-westfälischen Eifel bis nach Trier misst in seiner vollen Länge rund 115 Kilometer. Damit ist er ein gutes Stück kürzer als sein namensgebender Fluss, die Kyll. Sie schlängelt sich vom Grenzübergang Losheimergraben etwa 142 Kilometer bis nach Trier-Ehrang. Der Radweg beginnt eigentlich am Kronenburger See. Doch er bietet dank der vielen Bahnhöfe entlang der Strecke eine Menge von Ein- und Ausstiegsmöglichkeiten.
 
Im Schatten der Pfarrkirche St. Josef liegt der zentrale Platz Stadtkylls, der Burgberg. Wer sich in der Eifel noch nicht so gut auskennt, sollte sich vor Beginn der Radtour bei der Tourist-Info Oberes Kylltal noch mit frischem Kartenmaterial versorgen.
 
Von hier aus startet die Tagestour über die Haupt- und Schwammertstraße in Richtung Jünkerath. Am Schüllerweg ist dann erstmals eines der Radwege-Schilder zu entdecken. Und von da an gibt es eigentlich kaum noch eine Chance, sich zu verfahren: Es geht immer den Pfeilen nach.
 
Bis man zu dem idyllischen Eifeldorf Birgel gelangt, quert man mehrfach die Bundesstraße. Hier sollten vor allem Familien mit Kindern besonders umsichtig fahren, aber auch solche Fahrer, die eher ein bisschen sportlicher unterwegs sind, müssen hier frühzeitig auf die Bremse treten. Denn der Radweg mündet zum Teil recht unvermittelt in die betreffende Querung der schnell befahrenen Bundesstraße 421.
 
In Birgel lohnt sich ein kurzer Stopp, nicht nur zum Verschnaufen, sondern auch zum Besichtigen der historischen Wassermühle. Wer es noch ein paar Kilometer weiter schafft, kommt ins pittoreske Dorf Hillesheim-Bolsdorf. Tipp: Unbedingt eine Nussecke im Café "Am alten Backhaus" (Im Auel 4) probieren.
 
So schön die kleinen Eifeldörfer entlang der Strecke auch sind: Seinen vollen Reiz entfaltet der Kylltalradweg dann, wenn er die bebauten Areale hinter sich lässt und abseits der Bundesstraße durch die tiefen Wälder und die weiten Getreidefelder führt. Es wird ruhiger, man kann die malerische Umgebung viel besser genießen. Nur der Kies, der unter dem Reifenprofil knirscht, und der Wind, der über die Landschaft fegt, sind dann noch zu hören.
 

Hinter Birresborn Abkühlung im Flüsschen


 
In Gerolstein, das ungefähr die Hälfte der Radtour markiert, sollten Familien mit Kindern wieder besonders auf den Straßenverkehr achten, denn der Kylltalradweg führt mitten durch das Zentrum der Eifelstadt.
 
Nicht ganz an der Strecke liegen die verwunschenen Eishöhlen von Birresborn. Wer ein wenig Zeit hat, sollte unbedingt einen kleinen Abstecher dorthin machen. Betreten sollte man die ehemaligen Steinbrüche, wo schon die Römer ihre Mühlsteine abgebaut haben, jedoch nicht alleine, sondern nur mit einem Führer. Hier helfen die Gästeführer Eifel (siehe Extra) gerne weiter.
 
Für Radfahrer, die ihre Pausen lieber im Grünen einlegen, bietet sich unmittelbar hinter Birresborn eine gute Gelegenheit, einen Schluck aus der Trinkflasche zu nehmen und die verschwitzten Füße für einen Moment in der Kyll abzukühlen.
 
Kurz vor dem Ziel, dem Kyllburger Bahnhof, müssen Radfahrer durch den Bahntunnel fahren. Das geht nur hintereinander, an besonders betriebsamen Tagen können hier schnell Wartezeiten entstehen. Doch wenn man vorsichtig fährt, dann kommen auch zwei Radler aneinander vorbei. Nach der Unterführung sind schon bald die ersten Gebäude Kyllburgs zu sehen, das Ziel der TV-Tagestour.
 
Der Kylltalradweg besticht vor allem durch seine landschaftliche Vielfalt. Sowohl was die Strecke, als auch was die Landschaft angeht, hat er von Schotter bis Teer, von geraden Stücken bis zu steileren Abschnitten fast alles zu bieten. Durch die enge Vernetzung mit der Bahnstrecke ist es ein Kinderspiel, die Radtour nach eigenem Ermessen zu variieren: Ein- und Ausstiegspunkt können, je nach körperlicher Verfassung, selbst gewählt werden, so dass niemand am nächsten Morgen einen Muskelkater befürchten muss. Weniger schön sind hingegen diejenigen Streckenteile, wo die Bundesstraße überquert werden muss. Doch mit ein wenig Umsicht ist auch das unfallfrei zu meistern.
 

 
Die schönsten Ziele der Region stellt die Volksfreund-Redaktion freitags auf der Seite "Tagestour" vor.


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Nicht nur die hübsche Eifellandschaft macht den Kylltalradweg für Fahrradfreunde zu einem echten Erlebnis. Auch die vielen Sehenswürdigkeiten abseits der Strecke sind ein Grund dafür, einmal in der Eifel kräftig in die Pedale zu treten. Der TV hat für die Tagestour diesmal die Etappe von Stadtkyll nach Kyllburg mit dem Mountainbike ausprobiert.
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