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aus unserem Archiv vom 20. Februar 2012
Autor: Christa Weber Kommentare: Kommentare zeigen Ort: Trier Drucken  E-Mail

Narrenzug trägt Partystimmung durch die Stadt

Traumwetter, "Milljunen" auf den Beinen: Mit dem Rosenmontagszug sind gestern 113 Gruppen und Wagen durch Trier gezogen. Gemeinsam mit Zehntausenden an der Strecke machten die Narren die Innenstadt zur Partymeile.

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Trier. Wagen an Wagen reiht sich in der Medardstraße aneinander. Um kurz nach 12 Uhr haben sich 2250 Narren in der Trierer Südstadt versammelt. Sie warten auf den Startschuss zum Trierer Rosenmontagszug. Von den Wagen - Schiffen, Schlitten, Geisterschlössern - schallt Partymusik. Die Jecken tanzen sich zu "Da simma dabei" warm. Obwohl das kaum nötig ist, denn die Sonne scheint kraftvoll vom blauen Himmel.
Bei den "Druiden aus dem Eurener Wald" gibt\'s noch schnell eine Portion Chili con Carne zur Stärkung mit auf den fünf Kilometer langen Weg zur Arena Trier - dem Ziel des Narrenzugs. Die Stimmung ist gut: "Als erste Gruppe ist es immer etwas anstrengend, die Leute zu motivieren", sagt Rolf Sutschet. "Aber das klappt schon. Das Wetter ist traumhaft, jetzt kann\'s losgehen!"
Und schon erklingt die Stimme von Zugleiter Stefan Feltes durchs Megafon: "Liebe Narren, habt Spaß und tragt den Humor durch die Stadt", ruft er. Dann zerschneidet er mit der Eurener Koobengarde und Schirmherr Dirk Schirra das Absperrband - und 113 Wagen und Fußgruppen setzen sich in Bewegung.
Unter dem Motto "Grand Prix der Narretei" zieht der Rosenmontagszug durch die Matthiasstraße. Am Straßenrand grüßen die Jecken mit noch verhaltenen Helau-Rufen. "Das steigert sich noch", meint Zug-Schirmherr Schirra. Im Jack-Sparrow-Piratenoutfit marschiert er an der Spitze der Koobengarde. Aus dem Lautsprecher dröhnt "Die Hände zum Himmel" - die meisten Narrenhände greifen jedoch Richtung Boden. Mit Eimern und Tüten bewaffnet suchen Clowns, Schlümpfe und Teufel dort nach Schokoriegeln, die ihnen die Zugteilnehmer zuwerfen.
In der Neustraße wird es eng, die schweren LKW kommen nur langsam voran. Zeit für die Zuschauer, die Kostüme der Fußgruppen zu bestaunen. "Ihr seht aber toll aus", ruft eine Närrin den "Gelben Helmen" aus Trier-Süd zu. "Mir sinn Trier" verkünden diese auf ihrem Rücken. Die Vorderseite des Kostüms zieren Puzzleteile mit Bildern Trierer Sehenswürdigkeiten.
Den Stimmungshöhepunkt erreicht der Zug am Hauptmarkt. Dort feiern bereits Tausende Narren. Nach Schätzung der Trierer Polizei sind mehrere Zehntausend Menschen an der Strecke. "Heut ist so ein schöner Tag" singen sie - dann steigen Hunderte bunte Luftballons in den Himmel auf. "Toll, in Trier ist Rosenmontag immer am schönsten", findet Hedy Scherrer.
Gegen 16 Uhr hat auch das Stadtprinzenpaar, Miriam I. und Ralf II. vom Wieweler Thron, den Hauptmarkt erreicht. Traditionell vom 111. Prunkwagen grüßen sie ihr Narrenvolk mit einem dreifach donnernden Helau. Dann fahren sie weiter in Richtung Arena, wo nach dem Umzug noch bis in die frühen Morgenstunden gefeiert wird.

Mehr zum Trierer Karneval heute auf der Seite 10.
Video und weitere Fotos unter
volksfreund.de/karneval

 




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