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RAW-Format eignet sich gut für Schneefotos

(Berlin (dpa/tmn)) Ob verschneite Wälder, funkelnde Eiskristalle oder besondere Lichtstimmungen: Der Winter lockt Hobbyfotografen mit besonderen Motiven, schreckt aber gleichzeitig mit Kälte und Nässe ab - zumindest all jene, die nicht vorbereitet sind.

17.02.2016

Fotos von Schneelandschaften sind gerade bei Sonnenschein eine Herausforderung, weil sich dann harte Kontraste ergeben. Wichtig in einer solchen Aufnahmesituation ist es, im nachbearbeitbaren RAW-Format zu fotografieren und auf die weißen Stellen im Bild zu belichten.

Fehlende Zeichnungen, Muster oder Strukturen in weißen Flächen könnten im Nachhinein nicht mehr hervorgeholt werden: Was vor Ort noch beeindruckend wirkte, kann dann auf dem Bild schnell langweilig werden. Dunkle Partien ließen sich dagegen später am Rechner meist problemlos wieder etwas aufhellen, berichtet das «Colorfoto»-Fachmagazin (Ausgabe 3/16).

In winterlicher Umgebung sollte man die Kamera grundsätzlich nur zum Fotografieren aus der Fototasche herausnehmen und dann gleich wieder einstecken, raten die Experten. Weil das gleißend helle Licht in einer Schneelandschaft schnell zu viel wird, um mit großen Blendenöffnungen für Unschärfe-Effekte zu arbeiten, empfiehlt sich der Einsatz von Pol- oder Graufiltern. Letztere sind auch in variablen Ausführungen erhältlich, damit man das Maß des abgehaltenen Lichts stufenlos regeln kann. Sogenannte Verlaufsfilter eignen sich den Angaben nach insbesondere bei einem zu hellen Himmel.

Gel-Handwärmer, die in kochendem Wasser wiederaufgeladen werden, können auf Fototouren nicht nur den Händen des Hobbyfotografen Wärme spenden, sondern auch die Fotoausrüstung in der Tasche vor dem Auskühlen schützen. Damit die Finger erst gar nicht ganz auskühlen, empfehlen die Experten das Tragen tastsensibler, dünner Handschuhe aus Baumwolle oder geschmeidigem Leder, etwa vom Nabelschwein.

Immer ins Fotogepäck gehört eine Art Regencape, mit der die Kamera bei Schneefall oder Regen abgedeckt werden kann. Laut dem Magazin erfüllt diesen Zweck im Zweifel auch eine einfache Plastiktüte. An vereisten Stellen an Bächen oder auf zugefrorenen Seen empfehlen sich Spikes, die es nicht nur als Sohlen zum Unterschnallen für Schuhe gibt, sondern auch als Zubehör fürs Stativ.

Keinesfalls darf man die Ausrüstung länger als nötig in großer Kälte zurücklassen, also etwa im Auto vergessen: Dabei können sich Akkus tiefenentladen, und die Luftfeuchtigkeit kann in der Kamera bleibenden Schaden anrichten, warnen die Experten. Wer mit der Kamera aus der Kälte heimkommt, sollte den Apparat zum langsamen Aufwärmen zudem immer von einem in den nächst wärmeren Raum im Haus tragen - am besten in einen Plastikbeutel mit einem Säckchen Trockenmittel verpackt. Wer die ausgekühlte Kamera abrupt ins Warme bringt, riskiert Schäden durch das dann sowohl außen als auch innen entstehende Kondenswasser.

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