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Handwerk für Wagemutige

Der Gerüstbau erbringt innerhalb der Baubranche wichtige Vorleistungen. Ohne die schwindelfreien Gerüstbauer können Maurer, Verputzer und Dachdecker nur bedingt arbeiten.

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Die Ausbildung zum Gerüstbauer ist erst seit 1998 anerkannt. Ziel der Ausbildung ist es, dass der Lehrling selbstständig, aber innerhalb des Teams, den Aufbau aller Gerüstarten beherrscht. Gegenseitiges Vertrauen und große Gewissenhaftigkeit sind für den Gerüstbauer unentbehrlich, nur so kann das Verletzungsrisiko für alle minimiert werden. An ein sicheres Gerüst werden hohe Anforderungen gestellt: Regelmäßig muss das Gerüst in der Fassade verankert werden, die Abstände zur Hauswand dürfen nicht zu groß sein und der Ablauf des Aufbaus muss durchdacht sein, sonst kann es schnell zu tragischen Unfällen kommen.
Die Fassade soll durch ein Gerüst wenig beschädigt werden, andererseits muss man Verankerungen anbringen, da sonst die Stabilität des Baugerüsts leiden würde.
Am häufigsten kommt das Standgerüst zum Einsatz. Die Fixierung erfolgt am Gebäude und das Gerüst wird durch den Boden gestützt. Wenn man in sehr großen Höhen arbeiten muß oder eine Fixierung auf dem Boden nicht möglich ist, kommen Hängegerüste zum Einsatz.
Verwendete man früher häufig das Stahlrohr-Kupplungs-System, kommen heute verstärkt Modulsysteme, die nach dem Baukastenprinzip aufgebaut sind, zum Einsatz.

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