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Mit Ergotherapie erfolgreich gegen Rheuma

Viele Menschen kennen das: ein reißendes Ziehen, verbunden mit Schmerzen und Schwellung - nicht nur an den Gelenken. Bei etlichen Betroffenen steht die Diagnose erst nach mehreren Arztbesuchen fest: Eine Erkrankung des rheumatischen Formenkreises, im Volksmund Rheuma genannt.

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Bei dieser Diagnose sollte unbedingt eine schnelle Behandlung erfolgen. Denn Rheuma ist keine Kleinigkeit und kann im Ernstfall sogar lebensbedrohend sein.
Wichtig für alle Betroffenen ist, dass sie trotz der Erkrankung in Bewegung bleiben. Ergotherapie hilft dem Patienten, mobil zu bleiben und ist eine wichtige Maßnahme im Rahmen der Behandlung. Sie wird durch den Arzt verordnet und von der Krankenkasse finanziert.
Anzeichen für rheumatische Erkrankungen sind Schmerzen in Gliedern und Gelenken verbunden mit mangelnder Beweglichkeit. Betroffene berichten häufig von einer "Morgensteifheit" in Fingern oder Zehen; erst einige Zeit nach dem Aufstehen lassen sie sich bewegen. Weitere Merkmale sind Gelenkschmerzen, die auch bei Ruhigstellung nicht nachlassen, warme Gelenke oder auch Schwellungen.
Da Rheuma häufig phasenweise verläuft, wird es häufig unterschätzt: Viele Betroffene erfahren von ihrer Erkrankung erst nach Jahren des Leidens. Doch für eine gezielte Therapie ist es wichtig, so früh wie möglich einzugreifen.

Gelenkschutzberatung gegen Immobilität



In der ergotherapeutischen Behandlung lernen Betroffene mit ihren Bewegungseinschränkungen umzugehen: Wie kann ich mich schmerzfrei bewegen und eine körperliche Überlastung vermeiden? Die so genannte Gelenkschutzberatung hilft im Alltag aktiv zu bleiben. Typische Bewegungsabläufe beim Anziehen, bei der Körperpflege und im Haushalt werden mit dem Ziel trainiert, sie möglichst gelenkschonend auszuführen. Mit ein bisschen Übung ist ein schmerzfreies und selbstständiges Leben oft wieder möglich.
In akuten Phasen trägt die Ergotherapie, häufig in Kombination mit Kälte- oder Wärmeanwendungen, zur Linderung von Schmerzen bei. Gelenk- und muskulaturschonende Sportarten wie Schwimmen oder Gymnastik beugen weiteren Schädigungen vor und geben den Betroffenen ein Stück Lebensqualität zurück. Ergotherapeuten bieten hierfür spezielle Therapiegruppen an, in denen auf die Probleme der Betroffenen eingegangen wird.

Rheuma - nicht nur ein Problem im Alter


Rheumatische Erkrankungen treffen keinesfalls nur Menschen der älteren Generation. Die Mehrheit der Betroffenen sei zwischen 35 und 50 Jahren alt, darauf weist der deutsche Verband der Ergotherapeuten hin. Frauen seien dreimal so häufig betroffen wie Männer. Unabhängig von Alter und Geschlecht des Patienten gilt: Ergotherapeutische Maßnahmen, nach Möglichkeit unmittelbar nach der Diagnose, stellen eine wichtige Säule der Behandlung dar, um Beweglichkeit und Selbstständigkeit des Patienten zu erhalten.

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Donnerstag, 20.06.2013 | Archiv | ePaper Newsletter Registrieren Login | Auto Immo Stellen | Service

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