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Ist Mikrowellenstrahlung schädlich für die Gesundheit?

Seit Mikrowellenherde in den 1970er Jahren in Mode kamen, wurde diese schnelle und unkomplizierte Art, Speisen zu erwärmen, immer beliebter. Laut einer aktuellen Statistik ist eine Mikrowelle in fast 80 Prozent der deutschen Haushalte zu finden.

15.10.2012

Doch immer häufiger fragen sich Verbraucher, ob das in der Mikrowelle zubereitete Essen auch wirklich gesund ist. Oft wird befürchtet, die Vitamine könnten beim Erhitzen zerstört werden. Zum Teil besteht die Angst, die Geräte könnten krankmachen und sogar Krebs auslösen.

Wenn man jedoch bei der Nutzung der Mikrowelle einige Dinge beachtet, kann im Grunde nichts passieren, und die so erhitzen Speisen haben die gleiche Auswirkung auf die Gesundheit, wie auf herkömmliche Weise zubereitetes Essen.

Werden die Vitamine zerstört?

Wenn Lebensmittel erhitzt werden, verlieren sie einen Teil ihrer Nährstoffe. Das gilt allerdings nicht nur für die Mikrowelle - eher im Gegenteil. Denn, während bei herkömmlichen Zubereitungsarten, wie Kochen oder Braten, den Speisen durch die Hitze, das Wasser und die lange Dauer, die für das Erwärmen notwendig ist, durchaus einige Vitamine entzogen werden, sind die Verluste in der Mikrowelle teilweise deutlich geringer.

Vitamine leiden unter den hohen Temperaturen, denen sie zum Beispiel beim Kochen über einen längeren Zeitraum ausgesetzt sind.

Zudem gelangen wasserlösliche Vitamine schnell ins Kochwasser, sind somit aus der Speise verschwunden und können beim Essen nicht mehr vom Körper aufgenommen werden.

Die Zubereitung in der Mikrowelle geht hingegen meist deutlich schneller vonstatten. Somit haben die Nährstoffe - einfach ausgedrückt - weniger Zeit, um sich ins Kochwasser abzusetzen. Hinzu kommt, dass beim Erhitzen in der Mikrowelle - wenn überhaupt - nur sehr wenig Wasser hinzugegeben wird. Die Vitamine bleiben also eher in den Speisen, als bei klassischen Zubereitungsmethoden.

Dass beim schnellen Aufwärmen einzelner Portionen in der Mikrowelle weniger Nährstoffe verloren gehen, als beim konventionellen Erwärmen, bestätigt auch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung.

Beim Auftauen tiefgekühlter Lebensmittel wirkt sich die eher kurze Auftauzeit ebenfalls positiv auf den Verlust der Nährstoffe aus. Die Zubereitung mit der Mikrowelle ist dabei viel schonender für die Speisen.

Können Krankheiten ausgelöst werden?

Immer wieder befürchten Verbraucher, dass die Strahlung, die die Mikrowelle für das Erhitzen der Speisen anwendet, dem Menschen Schaden zufügen könnte. Bei einem Gerät, das einwandfrei funktioniert, kann das jedoch nicht geschehen. Denn die Mikrowellen können nicht nach außen dringen, da sie von den Metallwänden des Mikrowellenherdes absorbiert und reflektiert werden. Die sogenannte Leckstrahlung, die auch bei intakten Geräten austritt, ist ebenfalls nicht gefährlich, da sie sehr gering ist und deutlich unter den zugelassenen Grenzwerten liegt.

Dass in der Mikrowelle zubereitete Gerichte „nach heutigem Erkenntnisstand keine Krankheiten auslösen“, meint auch Dr. Roland Grossgut von der österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit. „Nahrungsmittel, die in der Mikrowelle zubereitet werden, werden dadurch nicht verstrahlt.“

Da das Sichtglas des Mikrowellenherdes vor den langwelligen Strahlen schützt, können auch die Augen keinen Schaden nehmen, wenn man bei der Zubereitung des Essens zusieht. Zudem existieren die Strahlen nur, wenn das Gerät eingeschaltet ist. Dass Rückstände in den Lebensmitteln verbleiben, ist also nicht möglich.

Obwohl somit keinerlei Grund zur Sorge besteht, sollte man trotzdem kein unnötiges Risiko eingehen. Während der Zubereitung sollte man nicht unbedingt direkt neben der Mikrowelle stehen bleiben. Schon allein deshalb, weil man einen Defekt am Gerät nicht immer sofort erkennt, geht man auf Nummer sicher, wenn man sich nicht länger als nötig in der Nähe einer laufenden Mikrowelle aufhält.

Verbraucher haben nichts zu befürchten

Die Ängste, dass sich Mikrowellenherde negativ auf die Gesundheit auswirken, sind also vollkommen unbegründet. Wer das Gerät „normal“ benutzt und sich nicht etwa absichtlich über einen längeren Zeitraum dicht an die Mikrowelle stellt, während sie in Betrieb ist, hat nichts zu befürchten.

Mikrowellen sind nicht nur ungefährlich und zeitsparend, sie haben auch viele weitere Vorteile: Mit dem richtigen Gerät kann man sogar Strom sparen. Denn Mikrowellen verbrauchen - im Gegensatz zu anderen Stromfressern in der Küche - nicht viel Energie. Wer sich eine Kombi-Mikrowelle zulegt, kann außerdem oftmals auf andere Geräte, wie den Herd oder einen Grill, verzichten. Weitere Informationen und Tipps rund um das beliebte Küchengerät gibt zum Beispiel bei mikrowelle.com. Neben den verschiedenen Marken und Herstellern werden dort auch die von der Stiftung Warentest ermittelten Testsieger vorgestellt.